{"id":144,"date":"2022-03-21T15:56:23","date_gmt":"2022-03-21T14:56:23","guid":{"rendered":"https:\/\/demo.vg-mauern.de\/gammelsdorf\/?page_id=144"},"modified":"2022-03-21T17:00:32","modified_gmt":"2022-03-21T16:00:32","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/vg-mauern.de\/gammelsdorf\/gemeinde\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h1>Geschichte<\/h1>\n<h2>Ortsgeschichte von Gammelsdorf<\/h2>\n<div>\n<p>Die nachweisbare, weil schriftliche Quellen vorhanden sind, Geschichte von Gammelsdorf beginnt im Jahre 1075, mit der Nennung des Namens Gamanolvesdorf. Der Gr\u00fcnder des Ordens war zweifelsfrei ein gewisser Gamanolf, er gab ihm dann auch seinen Namen oder sein Name wurde von anderen an das Dorf gegeben. Das Geschlecht der Kamanolfe war an der Wende des 8. Jahrhunderts oder in der zweiten H\u00e4lfte des 8. Jahrhunderts an der Pfettrach beg\u00fctert.<\/p>\n<p>Das heutige Gandorf bei Mauern ist auch eine Gr\u00fcndung der Gamanolve, in Peterswahl schenkte der Priester Ekkihart, der im Jahre 819 als Verwandter des Kamanolf bezeichnet wird, seinen Besitz dem Bischof in Freising; zum ersten Mal urkundet ein Kamanolf an hervorragender Zeugenstelle mit seinem Verwandten Fritilo um 783, als Bischof Atto Grundst\u00fccke in Thulbach auf dem Tauschwege gegen solche in Lern erwirbt, ebenso urkundet er bei der genannten Schenkung seines Verwandten, des Priesters Ekkehart, bis 824 unterschreibt er nochmals sechsmal als Zeuge. Die Gamanolfe erscheinen in der Ahnenreihe der Thulbacher Grafen, einem damals sehr m\u00e4chtigen und einflussreichem Geschlecht. Ist nun jener Gamanolf, den wir in der Zeit zwischen 783 und 824 kennengelernt haben, der Gr\u00fcnder unseres Gammelsdorf oder ist es sein Vater oder Gro\u00dfvater?<\/p>\n<p>Da das Dorf selbst erst 1075 mit einem Heriman de Gemanolvesdorf urkundlich erscheint, m\u00fcssen wir, um diese Frage mit einiger Wahrscheinlichkeit beantworten zu k\u00f6nnen, andere Gesichtspunkte in Betracht ziehen. Dr. Walter Schreyer weist in seiner Untersuchung \u00fcber die \u201eEntwicklung der altbayerischen H\u00fcgellandschaft zwischen Amper und Donau&#8220; S. 56 darauf hin, dass Gammelsdorf ein Gewannflur besitzt. Die Gewannfluren finden sich vor allem in den gro\u00dfen alten D\u00f6rfern der bayerischen Ursiedelungsgebiete in den Flusst\u00e4lern und deren Rainen, auch in kleineren Seitent\u00e4lern, ja sogar in kleisten T\u00e4lchen aufw\u00e4rts, manchmal, aber selten auch in im welligen H\u00fcgelland.<\/p>\n<p>Zu diesen Ausnahmen z\u00e4hlen in unserer Gegend Tondorf, P\u00f6rndorf und Gammelsdorf. Wo wir aber diese Gewannflur vorfinden, m\u00fcssen wir an eine fr\u00fche Gr\u00fcndung denken. Dr. Walter Schreyer meint in Anschluss an Fehn, der \u00fcber die Besiedlung des niederbayrischen Terit\u00e4rlandes schrieb, etwa folgendes: Grundherrliche Familien, die ihren Sitz in gro\u00dfen D\u00f6rfern am Randes des H\u00fcgellandes als Weideland. Diese Striche bildeten den Anhaltspunkt f\u00fcr Siedlungen, die von nachgeborenen S\u00f6hnen des Grundherren gegr\u00fcndet und ausgebaut wurden. Die Anlage der Gewannflur wurde mitgebracht. Sie wird im Gegensatz zur Weiler- und Ein\u00f6dflur dadurch charakterisiert, dass aus der gro\u00dfen Feldflur zun\u00e4chst eine, je nach Zahl der Siedler wechselnde Menge gr\u00f6\u00dferer Abteilungen ausgeschieden werden. Diese zerfallen wiederum in parallel geteilte, schmal streifenf\u00f6rmige Gebilde, deren jedes in der Regel einem anderen Besitzer eignet. Die zu einer Hofst\u00e4tte geh\u00f6rigen Feldst\u00fccke liegen so \u00fcber mehrere Gewanne in der Markung zerstreut und befinden sich in Gemenglage. Urspr\u00fcnglich gab es keine Feldwege. Nur \u00fcber die Nachbargrundst\u00fccke konnte man das eigene Feld erreichen. Strenger Flurzwang, d. h. dass alle Inhaber eines Gewannes dieselbe Feldfrucht anbauen mussten, war die Folge. Aus der vorhandenen Gewannflur ergibt sich als f\u00fcr eine Datierung der Gr\u00fcndung Gammelsdorf folgendes: Die Anlage einer Gewannflur erst nach 780 ist nicht denkbar.<\/p>\n<p>Darum muss die Gr\u00fcndung Gammelsdorf sp\u00e4testens um 700 angesetzt werden. Der Gamanolf der Jahre 783 \u2013 824 kann demnach kaum der Gr\u00fcnder von Gammelsdorf gewesen sein. Er ist Nachkomme eines Gamaolf, der wohl im Isartal geb\u00fctert war und von dorther ins H\u00fcgelland eindrang.<\/p>\n<\/div>\n<h2>\u00dcber Gammelsdorf<\/h2>\n<div>\n<p>Der Name Gammelsdorf in der Form \u201eGamanolvesdorf\u201c erscheint zum erstenmal 1075, da ein Herimanus von dort sein Gut in Schwillnach bei Ebersberg dem heiligen Sebastian durch Vermittlung des Gamanolf von Schattenhofen \u00fcbergibt, er gibt diesen Besitz aber nicht ohne Gegenleistung, solange er lebt, mu\u00dften ihm allj\u00e4hrlich gegeben werden: 8 Unzen Denare, eine Fuhre Wein aus Tondorf, 2 Fuhren Bier, 3 gem\u00e4stete Schweine, 2 Pfung hinz, an Getreide was das Kloster von drei seiner kleineren Besitzungen in Pfeffenhausen einnimmt, ferner 2 Morgen Wiesen in Tondorf. Neben diesem Geschlecht der Herimanus finden sich im 11. Jahrhundert auch noch andere freie Grundbesitzer in Gammelsdorf; um 1080 \u00fcbergibt ein Uodalrich von Gammelsdorf seines Seelenheiles wegen \u201epropter spem celesticum\u201c dem heiligen Kastulus von Moosburg einen Acker und seinen Knecht Adalbert mit der Verpflichtung allj\u00e4hrlich 5 numui auf den Altar des Heiligen zu legen.<\/p>\n<p>Um 1100 schenkt der freie Bauer Marquard ein Landgut nebst Weinberg zu Gammelsdorf als Pr\u00e4bende f\u00fcr seine Schwester Mathilde, die sich im Kloster Geisenfeld befindet.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Weinberge in Gammelsdorf interessierten sich auf Grundbesitzer im Isartal. Um 1180 hat der edle Adalbero von Bruckberg einen Gammelsdorfer Weinberg im Besitz, den er am Tage, da seine Frau Ophemia in Moosburg beerdigt wurde, dem Castulusstift \u00fcbergibt. Ein bedeutender Mann, Gammelsdorfs Eberhard, der in den Urkunden den auszeichnenden Namen \u201e Dominus\u201c erh\u00e4lt, ist in der Zeit von 1180 bis 1220 sechsmal Zeuge bei Rechtsgesch\u00e4ften des Moosburger Stiftes. Dieser Dominus Eberhard aus Gammelsdorf war wohl ein Ministerial der Grafen von Moosburg. Zwar kann urkundlich nur ein Hof in Gammelsdorf als Besitz der Grafen nachgewiesen werden, doch ergibt sich der tats\u00e4chliche Umfang des Moosburger Grafengutes in Gammelsdorf aus Schlu\u00dffolgerungen, die Sebastian Hiereth in seiner Dissertation \u00fcber \u201eDas Landgericht Moosburg\u201c zieht. Er weist darauf hin, dass bei den Aufzeichnungen der herzoglichen G\u00fcter der Jahre 1222 \u2013 28 kein Besitz des Herzogs in Gammelsdorf verzeichnet wird, w\u00e4hrend der 3. Urbar von 1326 solchen auff\u00fchrt. Er schlie\u00dft daraus, dass dieser Besitz fr\u00fcher den Grafen von Moosburg geh\u00f6rte, deren letzterer 1281 starb. Nach dessen Tod kam dieser Besitz an den Landshuter Herzog. Im 3. Urbar von 1326 wird zwar nur der \u201eUrichshof von Golvelperch\u201c genannt, dagegen sagt der G\u00fctlbuch des Kastenamts Landshut von 1338 genauer: Item Gamelsdorf ein Hof. Daselben ein Hub. Daselben ein Hof. Das Kastulusstift besa\u00df 1359 eine Hube und eine Wiese in Gammelsdorf. Und der Urbar des Kastens Landshut von 1439 schreibt Item Gammelsdorf der Hof \u2013 Item daselb ein Hueb &#8211; Item daselb zu Gamelstorf ein Hof \u2013 Item daselbs derander Hof \u2013 Die zwen H\u00f6f hat Inn Conrat Mair. \u201eItem daselbs der Schnitt gilt 6 Schilling 12 Regensburger Pfennig. In dieser Aufschreibung erkennen wir gut die heutigen H\u00f6fe, die einst Eigentun der Grafen von Moosburg waren und von 1338 bis 1848 herzoglich blieben. Der erste Hof mit der Hube ist Grubmair. Die Hube wurde mit diesem Hof zu einem landwirtschaftlichem Betrieb vereinigt. Im Urbar von 1439 hei\u00dft es \u201eConrat Maier hat 2 H\u00f6fe inne\u201c Daselb zu Gammelsdorf ein Hof gitl 1 Pfund 48 Regensburger Pfennige, Stift 3 Regensburger Pfennige und ein Landshuter Pfennig, 1 Gans, 2 H\u00fchner, 25 Eier, 1 K\u00e4se. \u2013Die beiden H\u00f6fe, vereint unter dem h\u00f6rigen Bauern Conrat Mayer blieben bis heute zusammen und gaben diesem Besitz den Namen: \u201eMayer in H\u00f6fen\u201c heute Mayer am H\u00f6fl.<\/p>\n<p>Aus den Schenkungen des Uodalrich von 1080, der Weinbergschenkung des Edlen Adalbero von Bruckberg und anderen nicht mehr nachweisbaren Erwerbungen mag sich also der Gammelsdorfer Besitz des Moosburger Castulusstifts zusammengesetzt haben, der 1359 im Verzeichnis des Klosterbesitzes eingetragen ist: \u201eGamolstorff huba 5 solidi Den. Ibidem presdium sevit 60 den. Ibidem prediom \u201eWeinlehen\u201c servit 3 solidi 10 den = Gammelsdorf 1 Hube zahlt 5 Schilling Pfennig, eine S\u00f6lde zahlt 60 Pfennig, das Weinlehen zahlt 3 Schilling 10 Denare.<\/p>\n<p>Im Jahr 1465 erscheint die S\u00f6lde mit der Hube zusammengelegt, als Anwesen zum Pfl\u00fcgler und das Weinlehen ist der Lehner von 1465, da sich im Besitz des Chorherrn befindet. Auch das Kloster St. Emeran Regensburg hatte nach dem Klosterurbar von 1336 einen kleinen Besitz in Gammelsdorf, der j\u00e4hrlich 5 Denare abwarf und an die Zehentberechtigten und den Moosburger B\u00fcrger, Herrn von Pern vergabt war. \u201eHabemus predioem in Gammelsdorf solspit 5 den. quod tenent decimatores et quidam ei vis Mospurgensis dominus Pern.\u201c Im Steuerbuch von 1465 hat das Emerankloster in Gammelsdorf keinen Besitz mehr. Das kleine Gut war in andere H\u00e4nde gekommen. Die Siedlungsgeschichte ab 1465 wird dann so umfangreich, da\u00df eine Darstellung auf diesen Seiten den gesamten Umfang sprengen w\u00fcrde \u2013 wir empfehlen Ihnen daher den Kauf einer Ortschronik der Gemeinde Gammelsdorf, die Sie im Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft Mauern, Schlo\u00dfplatz 2, 85419 Mauern, pers\u00f6nlich erwerben k\u00f6nnen \u2013 sollten Sie sich dazu entschlie\u00dfen, viel Spa\u00df beim Studieren dieser au\u00dfergew\u00f6hnlich umfangreichen und viel Wissen vermittelnden Lekt\u00fcre.<\/p>\n<\/div>\n<hr>\n<h2>Die Schlacht bei Gammelsdorf<\/h2>\n<h3>Die Lage vor dem Ausbruch der Schlacht<\/h3>\n<div>\n<p>Die niederbayerischen Herz\u00f6ge standen im scharfen Gegensatz zu den habsburgisch-\u00f6sterreichischen Herren, w\u00e4hrend von den beiden oberbayerischen Herrschern Rudolf und Ludwig vor allem letzterer mehr den Habsburgern zuneigte, um seine Anspr\u00fcche in Oberbayern durchzusetzen; auch waren er und sein habsburgischer Vetter Friedrich der Sch\u00f6ne sich durchaus zugetan; 1309\/1311 gab es verheerende K\u00e4mpfe der niederbayerischen Herz\u00f6ge mit den Habsburgern bis zum vorl\u00e4ufigen Friedensschluss 1311 in Passau; weite Strecken Niederbayerns waren verw\u00fcstet; zu Anfang 1313 bem\u00e4chtigten sich die oberbayerischen Herz\u00f6ge der niederbayerischen Prinzen und besetzten Landshut und Straubing; darauf \u00fcbertrugen die Herzoginenwitwen dem Habsburger Friedrich dem Sch\u00f6nen die Landesregierung und die Vormundschaft \u00fcber ihre Kinder und riefen ihn ins Land; im Oktober kam es auf der Burg Landau a.d.Isar bei einem Treffen zu einer heftigen aber ergebnislosen Aussprache; nur Ludwigs Begleiter sollen verhindert haben, dass der Wittelsbacher sich dabei t\u00e4tlich an seinem Vetter vergriff; \u201ewo Worte nichts verm\u00f6gen, soll das Schwert entscheiden\u201c soll er ausgerufen haben; Friedrich wendete sich ab mit der Drohung, er werde Ludwig von Haus und Hof verjagen;<\/p>\n<\/div>\n<h3>Die Bundesgenossen<\/h3>\n<div>\n<p>nach dem Treffen von Landau war klar, dass es Krieg geben musste; so merkw\u00fcrdig sich die Lage entwickelte, dass jetzt, da der ernstliche Zusammensto\u00df zwischen Bayern und \u00d6sterreichern bevorstand, sich gerade die Ritter des niederbayerischen Landesteils, die die habsburgische Bedrohung seit langer Zeit am meisten aushalten mussten, sich dem Landesfeind anschlossen;<\/p>\n<\/div>\n<h3>Die habsburgische Seite<\/h3>\n<div>\n<p>Im Westen sammelte der Statthalter von Vorder\u00f6sterreich, Herzog Leopold, mit seinem Bruder Friedrich dem Sch\u00f6nen, ein m\u00e4chtiges Heer, mit dem Ziel, nach Osten zu marschieren und sich mit den \u00f6sterreichischen Scharen zu vereinigen;<\/p>\n<p>von Osten her r\u00fcckte das \u00f6sterreichisch-niederbayerische Aufgebot, verst\u00e4rkt durch 3.000 ungarische Bogensch\u00fctzen und b\u00f6hmische Hilfstruppen und fast der gesamten niederbayerischen Ritterschaft heran; insgesamt soll dieses Heer etwa 20.000 Krieger, 20.000 Pferde und 4.000 Wagen umfasst haben; im Einzelnen wissen wir von folgenden \u00f6sterreichischen Rittern, die mit 1.200 Lanzenreitern und mit ihren Knechten am Kampf teilnahmen:<\/p>\n<p>Graf Eberhard von Waldsee, Graf Ulrich von Wallsee aus der Steiermark, Graf Heinrich von Schaumburg, Hofmarschall von Pilichendorf als Oberbefehlshaber der vereinigten habsburgischen Scharen, Ulrich der Pfannberger, Leopold von Haunberg und der Erzbischof von Salzburg stellte Truppen;<\/p>\n<\/div>\n<h3>Der niederbayerische Adel stellte folgende Parteig\u00e4nger<\/h3>\n<div>\n<p>Die Grafen Alram und Albrecht von Hals als F\u00fchrer; Graf Heinrich von Schauenburg; Graf Heinrich von Preising; Heinrich von Leonberg, Walter von Taufkirchen, Ludwig der Grans, Konrad von Weichs, Sifrid von Fraunhofen, Eholf von Warter, Hartpert von Aham, Hildebrand von Chamerau, Sifrid Frumesel, die beiden Vitzthume von Straubing und an der Rott, Ebrand von Degenberg der Vicedom zu Landshut, Hartlieb Puchberger von Winzer, Alram Rottenauer, Heinrich Sattelboger, Pernger der Grans, Albert von Sch\u00f6nstein, Chalhoch von Winzer;<\/p>\n<\/div>\n<h3>Die oberbayerische Seite<\/h3>\n<div>\n<p>Herzog Ludwig hatte keine Ausgaben gescheut und in Oberbayern und im Nordgau Bundesgenossen geworben; hier k\u00e4mpften von den niederbayerischen Rittern nur die Herren von Wildenberg und von Thurn; \u00fcber die nordgauischen (oberpf\u00e4lzer) Ritter wei\u00df man gut Bescheid:<\/p>\n<p>Seyfried von Schweppermann erhielt von Herzog Ludwig 300 Pfund Pfennig f\u00fcr das \u201egerit&#8220; (Anreiten mit vorgestreckter Lanze) bei Gammelsdorf, 1322 in der Schlacht von Ampfing war er wieder Heerf\u00fchrer Ludwigs (Jedermann ein Ei, dem braven Schweppermann aber zwei): Dietrich von Fl\u00fcgelsburg bei Riedenburg, Friedrich von Eschenbeck, Ritter Polwein Winzerer von Winzer a.d.Donau bei Regensburg, Ulrich der Neuenburger, Markwart und Heinrich der Zenger von der Trausnitz im Nordgau, Konrad der Zenger, Heinrich der Geiganter bei Waldm\u00fcnchen, Konrad von Hohenfels, Hermann von dem Turm, Konrad von Schl\u00fcsselburg (Bistum Bamberg) &#8211; in der Schlacht von Ampfing f\u00fchrte er wieder auf der Seite Ludwigs das Reichsbanner; Bertold von Graisbach, Weigel von Trausnitz-Vitzthum der Oberpfalz, Rudger von Wartberg bei Neunburg vorm Wald &#8211; er verlor in der Schlacht sein Pferd, Heinrich der Dachsholerer, Rudiger der Puntzinger erobert das feindliche Banner, Gottfried der Satzenhofer, Heinrich der Ayhaher, Rudger und Konrad der Kemnather, Heinrich der Truchse\u00df von Hirschau, Ludwig der Aerbe verlor ebenfalls ein Pferd; Friedrich der Frank (bei Sulzbach), Heinrich der Lengenfelder (bei Sulzbach), der alte und der junge L\u00f6hlein zu Salzbach, Friedrich von Breitenstein, Heinrich von Raidenpuch, Hans Ebran von Wildenberg mit zweien seiner Br\u00fcder und seinem Sohn Ulrich (bei Abensberg), der Sneberger von Taunstein und andere Taunsteiner, Heinrich von Ehrenfels und sein Vetter Konrad der Seft; dazu kamen noch Eberhard von Wirtenberg, Bernhard von Neiffen-Heinrich und Wilhelm, Marschalken von Biberach aus der habsburgischen Grafschaft Burgau, die trotzdem zu Ludwig hielten; insgesamt sollen es etwa 400 geharnischte Ritter gewesen sein und dazu die dreifache Zahl riesiger Knechte, die das Schwert f\u00fchrten und ebensoviele Fu\u00dfknechte mit Piken, Armbrust oder Bogen, dazu etwa 600 Wagen;<\/p>\n<\/div>\n<h3>Die St\u00e4dte<\/h3>\n<div>\n<p>Die St\u00e4dte an Salzach und Inn, an Lech und Donau, die Isarst\u00e4dte M\u00fcnchen, Moosburg, Landshut, Dingolfing und Landau hatten sich zu \u00e4u\u00dferstem Widerstand bereitzuhalten, die Kontingente der gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dte (M\u00fcnchen, Ingolstadt, Straubing und Landshut), die auch au\u00dferhalb ihrer Mauern k\u00e4mpfen konnten, mussten zum n\u00e4chsten Neumond marschbereit stehen; so ein Stadtbanner mag so 300 Armbr\u00fcster mit ebenso vielen Spie\u00dfern ins Feld geschickt haben, dazu vielleicht 30 Reisige;<\/p>\n<\/div>\n<h3>Der Aufmarsch<\/h3>\n<div>\n<p><strong>Das Westheer der Habsburger<\/strong><br \/>Die Habsburger Friedrich der Sch\u00f6ne und sein Bruder Leopold von \u00d6sterreich, der die westlichen habsburgischen Landesteile als Statthalter beherrschte, hatten aus der Nordschweiz, den vorder-\u00f6sterreichischen und schw\u00e4bischen L\u00e4ndereien ein starkes Herr rekrutiert und konnten aus der Gegend von Schaffhausen jederzeit nach Osten marschieren &#8211; von heutiger sieht aus ist es unverst\u00e4ndlich, warum sich diese Streitmacht nur langsam in Bewegung setzte (zum Gl\u00fcck f\u00fcr Ludwig); Anfang November erreichten Teile den Lech und \u00fcberschritten ihn nicht;<\/p>\n<p><strong>Das Ostheer der Habsburger<\/strong><br \/>Marschall von Pilichendorf sammelte seine \u00f6sterreichischen und k\u00e4rtner Ritter s\u00fcdlich der Donau im Raum Linz &#8211; Wels &#8211; Steyr und zog dann in Richtung Passau; dort stie\u00dfen bis zum 23. Okt. die b\u00f6hmischen und ungarischen Hilfstruppen dazu; Graf Heinrich von Schaumburg sperrte mit seinen Leuten die bayerische Grenze ab und schloss sich dann dem Vormarsch an; die niederbayerischen Ritter unter Graf Albrecht von Hals sammelten sich ebenfalls bei Passau; der gewaltige Heerhaufen \u2013 wahrscheinlich in zwei Marschkolonnen zerlegt \u2013 \u00fcberschritt die bayerische Grenze, vereinigte sich mit den Niederbayern und w\u00e4lzte sich pl\u00fcndernd und brandschatzend durch die T\u00e4ler der Rott und der Vils aufw\u00e4rts in Richtung Landshut;<\/p>\n<p>am 29. Oktober wurde Eggenfelden besetzt, am 31. Okt. Vilsheim; in den ersten Novembertagen erreichten die \u00d6sterreicher die Isar wobei sie die weiteren St\u00e4dte umgingen und \u00fcberquerten bei Volkmannsdorf am 1. und 2. Nov. den Fluss; zwischen Gammelsdorf und Isareck baute Marschall Pilichendorf eine Verteidigungsstellung auf, in der er warten wollte, bis Herzog Leopold mit dem Ostheer herankam; der linke Fl\u00fcgel lehnte sich zur Deckung an die rei\u00dfende Isar, der rechte Fl\u00fcgel stand nordwestlich von Gammelsdorf mit den nach hinten gestaffelten Reserven zu Pferde; dazwischen wurden mehrere Wagenburgen aufgebaut, die von Gelbersdorf soll sich in einer uralten Schanze befunden haben; die verbindenden Linien wurden durch W\u00e4lle und Gr\u00e4ben verst\u00e4rkt; die Wagenburgen wurden von Pikenieren, Bogen- und Armbrustsch\u00fctzen verteidigt; Reiter und Reisige waren abgesessen und sollten zu Fu\u00df k\u00e4mpfen; an dieser starken Stellung sollte sich Ludwig festbei\u00dfen, erobern k\u00f6nnte er sie mit seinem kleinen Heer niemals, wie die Osterreicher sicher glaubten; als Pilichendorf den Anmarsch von Ludwigs Heer erfuhr, nahm er in der Nacht vom 7.\/8. Nov. seine Streitmacht in die Linie Gammelsdorf \u2013 Bruckberg zur\u00fcck und zog weg von der Br\u00fccke bei Volkmannsdorf (ein schwerer taktischer Fehler); die Reserven zu Pferd standen nun bei Widdersdorf, die rechte Flanke wurde durch Vorposten am Waldrand nord\u00f6stlich von Priel gesichert (W\u00e4lle im dortigen Wald sind noch heute zu sehen); insgesamt hatten die \u00f6sterreichischen Stellungen eine L\u00e4nge von \u00fcber 5 km; \u00fcberall wurde flei\u00dfig geschanzt &#8211; Ludwig mit seinem Heer konnte kommen.<\/p>\n<p><strong>Der Aufmarsch der Oberbayern<br \/><\/strong>F\u00fcr Herzog Ludwig war es wohl klar, wollte er sich seinen Feinden entgegenstellen, so musste es sein, bevor die beiden habsburgischen Heere sich vereinigen und damit f\u00fcr ihn unschlagbar waren; so lie\u00df er sie gut beobachten, er hatte anscheinend einen ausgezeichneten Nachrichtendienst; als Herzog Leopold am Lech z\u00f6gerte und Marschall Pilichendorf mit seinen Scharen marschierte, war es klar, wen Ludwig zuerst zum Kampf stellen w\u00fcrde; er fasste den Entschluss, dem Ostheer entgegenzuziehen und gab folgende Befehle: das Ritterheer und das Aufgebot der M\u00fcnchner B\u00fcrger marschieren am 03. Nov. nach Dachau, am 4. Nov. nach Altom\u00fcnster; das Ingolst\u00e4dter Banner kann dort zur Masse des Heeres sto\u00dfen, die Straubinger, Landshuter und Moosburger B\u00fcrger sollen den Feind beobachten und ihm dichtauf folgen; nur geringe Teile des Ritterheeres sicherten am Zeitlbach bei Altom\u00fcnster gegen Westen zu vor einer \u00dcberraschung durch das Heer Leopolds; Ludwig erhielt viele Nachrichten \u00fcber den Gegner, vor allem, dass weder Landshut noch Moosburg belagert wurden; nun trat er am 5. Nov. mit seinem Hauptheer den Vormarsch entlang der Amper in Richtung Moosburg an und umging dabei das Freisinger Bistum; am 7. Nov. lagerte er bei Rast in der N\u00e4he von Langenbach und zog neue Erkundigungen ein; er soll hier gelobt haben, im Falle eines Sieges eine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes zu bauen; ob er es dann auch getan hat, ist nicht bekannt, die jetzt dort stehende Kirche ist jedenfalls 100 Jahre j\u00fcnger; es war der Plan Ludwigs, die \u00d6sterreicher am linken Fl\u00fcgel anzugreifen und \u00fcber ihn ihre Front aufzurollen; durch die Schwenkung der \u00d6sterreicher war dies nun nicht mehr m\u00f6glich, so \u00e4nderte Ludwig seine Absicht und wollte nun den rechten Fl\u00fcgel angreifen; dem linken Fl\u00fcgel des Feindes -gegen\u00fcber etwa auf der Linie Volkmannsdorf-Enghausen-Priel- standen die Kontingente der M\u00fcnchener, Ingolst\u00e4dter und Moosburger, die Straubinger sollten am kommenden Tag Ober- und Niederm\u00fcnchen, die Landshuter Schatzhofen und Furth erreichen \u2013 das Ritterheer f\u00fchrte Ludwig in der Nacht zum 9. Nov \u00fcber Sixthaselbach \u2013 Altfalterbach &#8211; H\u00f6rgertshausen bis westlich Priel vor auf die Linie Schwarzersdorf \u2013 Enghausen \u2013 Peterswahl \u2013 Margarethenried und wartete die Morgend\u00e4mmerung ab; die nordgauischen Ritter des Herrn von Schl\u00fcsselberg sollten sich als Reserve und Hinterhalt hinter den eigenen Linien bereithalten.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Die Schlacht<\/h3>\n<div>\n<p><strong>Das Vorgepl\u00e4nkel<\/strong><br \/>Es war wohl ausgleichende Gerechtigkeit f\u00fcr den weitaus schw\u00e4cheren oberbayerischen Herzog und seine Scharen, dass am 8. und 9. Nov. dichter Nebel \u00fcber dem Land lag und er so seinen Aufmarsch fast unbemerkt vollziehen konnte; die \u00f6sterreichische Front stand bereit, um Ludwig von Moosburg her zu empfangen, da griff Ludwig am Morgen des 9. Nov. die \u00f6sterreichischen Vorposten im Wald bei Priel \u2013 Rehbach an und warf sie auf Gammelsdorf zur\u00fcck;<\/p>\n<p><strong>Der Kampf um die Wagenburg:<\/strong><br \/>Um die Wagenburg bei Gammelsdorf entbrannte nun ein heftiger Kampf, ein Teil der bayerischen Ritter drang gleichzeitig von der Flanke im Nordwesten her, gegen die zu Fu\u00df k\u00e4mpfen \u00f6sterreichischen Ritter und Leichtgepanzerten an, der gr\u00f6\u00dfere Teil der Berittenen aber wurde von Ludwig noch zur\u00fcckgehalten; die Befestigungen, die ja nur gegen S\u00fcden gerichtet waren, n\u00fctzten den Osterreichern nichts mehr und auch die Fu\u00dfk\u00e4mpfer waren den Reitern unterlegen; Marschal Pilichendorf hatte viel zu sp\u00e4t begriffen, dass die Hauptmasse des oberbayerischen Heeres den rechten Fl\u00fcgel angriff, denn Ludwig lie\u00df auch von S\u00fcden her schw\u00e4chere Kr\u00e4fte vorr\u00fccken (wahrscheinlich M\u00fcnchner); so wurde nach hartem Kampf die Wagenburg und das Dorf Gammelsdorf erobert;<\/p>\n<p><strong>Der Kampf auf dem Streitfeld<\/strong><br \/>Nun drang die Hauptmasse des oberbayerischen Heeres auf die s\u00fcdlich von Gammelsdorf gelegenen Felder vor und traf hier auf die \u00f6sterreichischen, k\u00e4rtner und niederbayerischen Ritter; den ganzen Vormittag dauerte nun hier der Kampf Mann gegen Mann in einer der letzten Ritterschlachten ohne Feuerwaffen; heute noch tragen die Fluren dort den Namen \u201eStreitfeld\u201c; langsam gewannen die Oberbayern an Boden, gegen Mittag lichtete sich der Nebel und mitten im Gew\u00fchl stand auch Herzog Ludwig und an seiner Seite Ritter Schweppermann, der das Banner trug; nun setzte Pilichendorf seine Reserven von Widdersdorf her ein, vielleicht die b\u00f6hmischen Ritter und die ungarischen Bogensch\u00fctzen, der Kampf war lange nicht entschieden, waren doch die \u00d6sterreicher in der weitaus gr\u00f6\u00dferen \u00dcberzahl und an Erfahrung und Kampfeseifer den Bayern durchaus ebenb\u00fcrtig; fast schien sich der Sieg auf die habsburgische Seite zu neigen, da warf Ludwig die Reserve mit den Reitern des Herrn von Schl\u00fcsselberg in den Streit; die K\u00e4mpfer, noch frisch und ausgeruht, erprobte Krieger, st\u00fcrzten sich auf die \u00f6sterreichischen Reihen und konnten sie mehrmals durchbrechen; Ritter R\u00fcdiger von Pinzing eroberte das \u00f6sterreichische Panier; zu allem Ungl\u00fcck f\u00fcr die Feinde hatten die Ungarn ihre Pfeile verschossen und da nun ihre Hauptwaffe nicht mehr einsetzbar war, wendeten sie ihre Pferde und suchten ihr Heil in der Flucht;<\/p>\n<p><strong>Die Stadtb\u00fcrger greifen ein<\/strong><br \/>Jetzt kamen von Norden her die F\u00e4hnlein der Straubinger, Landshuter und Moosburger und stie\u00dfen in die Flanke und in den R\u00fccken der \u00d6sterreicher, die Ingolst\u00e4dter und M\u00fcnchner schlossen sich ihnen an, sie traten wohl nicht als geschlossener Heerhaufen auf, sondern als kleine kompakte Truppenk\u00f6rper, wie man sie bis dahin noch nie auf den Schlachtfeldern gesehen hatte; zwischen den einzelnen Haufen waren zwar gr\u00f6\u00dfere Abst\u00e4nde, aber jedes Banner war ein schwer angreifbarer Igel; in der Mitte standen die Armbruster mit acht Gliedern, gesch\u00fctzt durch die Pikeniere auf den Seiten, die sechs Glieder tief standen; der ganze Igel r\u00fcckte auf beste Schussweite heran, dann st\u00fctzten die Pikeniere ihre Spie\u00dfe auf den Boden und hielten sie dem Feind als kaum \u00fcberwindliches Hindernis entgegen; die Armbruster l\u00f6sten sich im Schie\u00dfen und Laden fortgesetzt im vordersten Glied ab und sendeten ihre harnischdurchschlagenden Bolzen dem Feind entgegen;<\/p>\n<p><strong>Die Flucht<\/strong><br \/>Die gepanzerten, einzeln k\u00e4mpfenden Ritter vermochten gegen die geschlossenen, einexerzierten Haufen nichts auszurichten; das war etwas g\u00e4nzlich Neues und wohl auch entscheidendes; die von allen Seiten gefassten habsburgischen Ritter wendeten sich jetzt auch zur Flucht; allein der linke Fl\u00fcgel hielt noch gegen die angreifenden bayerischen Vorposten stand, hier griff nun Ludwig mit 400 frischen Kriegern an und \u00fcberrannte ihn, da ergriff die \u00d6sterreicher die allgemeine Panik und mit dem Ruf \u201erette sich, wer kann\u201c, rissen sie ihre Pferde herum und fl\u00fcchteten; die bayerischen Ritter jagten hinterher und hieben alles nieder, was in ihre Reichweite kam<\/p>\n<p><strong>Die Katastrophe an der Volkmannsdorfer Br\u00fccke<\/strong><br \/>Fl\u00fcchtende und Verfolger, alle strebten nun gegen Abend ungeordnet im wilden Sturm der schmalen Br\u00fccke in Volkmannsdorf zu und hier staute sich alles; zu allem Ungl\u00fcck f\u00fcr die \u00d6sterreicher konnte die schwache Holzkonstruktion die Last der schwer gepanzerten M\u00e4nner und Pferde nicht mehr tragen und brach zusammen; man kann sich denken, dass viele der ger\u00fcsteten Ritter und Knechte sich nicht aus den Fluten retten konnten und ertranken; ein Gro\u00dfteil der Ritter ergab sich, die Quellen sprechen von 300 bis 500 \u00f6sterreichischen Adeligen, die in Gefangenschaft kamen, am Abend des 9. Nov. war die Niederlage der \u00d6sterreicher vollst\u00e4ndig; das Westheer Leopolds wagte es nun nicht mehr, nach Bayern vorzudringen und l\u00f6ste sich auf;<\/p>\n<\/div>\n<h3>Die Folgen<\/h3>\n<div>\n<p><strong>F\u00fcr die Besiegten<\/strong><br \/>Unter den Gefangenen waren die Grafen von Hals, die Grafen von Waldsee, Kapell, Schauenburg-Chuenring, Retz, Meysan und andere; auch Marschall Pilichendorf war dabei; Ludwig entlie\u00df einen Teil der Gefangenen gegen B\u00fcrgschaft und nahm die anderen, besonders die Niederbayern in seinen Burgen und St\u00e4dten in Haft; um Donau und Inn war damals kaum ein Turm zu finden, der nicht einen Gefangenen vom Gammelsdorf in sich barg;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Sieger<\/strong><br \/>Die eroberten Wagenburgen mit ihren 4.000 Wagen, die alle in die H\u00e4nde der Sieger fielen, enthielten eine reiche Beute an Vorr\u00e4ten, ob darin auch so viele Kostbarkeiten waren, wie es oft beschrieben wurde, darf bezweifelt werden; doch auch so waren die B\u00fcrger von Moosburg und Landshut, Ingolstadt, Straubing und M\u00fcnchen sowie die Landleute der Umgebung hocherfreut, denn ihnen \u00fcberlie\u00df Ludwig den gr\u00f6\u00dften Teil der Beute; die Moosburger B\u00fcrger erhielten auch die eroberten \u00f6sterreichischen Fahnen und stellten sie im Kastulusm\u00fcnster auf, wo sie bis 1632 hingen und durch die Schweden geraubt wurden;<\/p>\n<p>als Beispiel, wie Ludwig seine Ritter belohnte, seien die beiden Stiftsbriefe genannt, wie sie in den Regesta Boica V. 282 festgehalten sind: Ludwig und Rudolf befreien den Ritter Polwein Winzerer und dessen Veste Nider-, Wintzer an der Donau bei Regensburg wegen geleisteter Dienste im Streit bei Gammelsdorf von aller Steuer, Dienst, Scharwerk und Vogtei &#8211; gegeben zu Lengenfeld 11.6.1314.<\/p>\n<p>Rudolf und Ludwig versetzen Dietrichen dem Schenken von Fl\u00fcgelsberg um 150 Pfund Regensburger Pfennige, die sie ihm f\u00fcr seinen Schaden in dem Streit bei Gammelsdorf schuldig geworden, auf Wiederl\u00f6sung f\u00fcnf H\u00f6fe &#8211; die Stadtb\u00fcrger wurden mit Beutest\u00fccken aus den Wagenburgen belohnt; der Sage noch sollen die Landshuter f\u00fcr ihre Tapferkeit au\u00dferdem die drei Helme in ihrem Wappen verliehen bekommen haben, die Moosburger die drei Rosen aus dem Wappen der ausgestorbenen Grafenfamilie, die Ingolst\u00e4drer einen blauen Panther wegen des eroberten steyrischen Paniers und die Straubinger zu ihrem Pfluge die bayerischen Rauten, den M\u00fcnchnern soll er gew\u00e4hrt haben einen roten Schwengel an ihrer Fahne zu tragen;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr das Bistum Freising<\/strong><br \/>Die Bisch\u00f6fe von Freising: Gottfried von Hexenagger (1311 \u2013 1314) und Konrad III. der Sendlinger (1314 \u2013 1322) verstanden es geschickt, zwischen den beiden K\u00f6nigen zu lavieren und keine der beiden Seiten zu bevorzugen, aber von jedem Vorteile herauszuholen; so konnte Konrad 1319 die Grafschaft Ismaning erwerben und zum Freisinger Bistumsgebiet schlagen:<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Bayern<\/strong><br \/>Die Gedanken &#8222;was w\u00e4re, wenn Friedrich der Sch\u00f6ne die Schlacht gewonnen h\u00e4tte&#8220;, kann man ziemlich weit ausspinnen; f\u00fcr Bayern w\u00e4ren die Folgen wohl katastrophal gewesen; die Habsburger h\u00e4tten damit Niederbayern in den Griff bekommen und man kann ihnen sicherlich unterstellen, dass sie nicht so ehrlich gewesen w\u00e4ren wie Ludwig, der nach seiner Vormundschaft \u00fcber die niederbayerischen Prinzen diesen nach ihrer Vollj\u00e4hrigkeit die Herrschaft \u00fcber ihr Land zur\u00fcckgab; ob sich nach dem Einverleiben von Niederbayern ins habsburgische Gebiet, Oberbayern h\u00e4tte halten k\u00f6nnen, ist sehr fraglich; damit w\u00e4ren wir heute vielleicht \u00f6sterreichisch &#8211; sicher h\u00e4tten aber die reichen Herz\u00f6ge von Niederbayern nicht regiert und die Landshuter Hochzeit w\u00e4re auch nicht zustande gekommen; \u00fcberhaupt w\u00e4re die Entwicklung des altbayerischen Stammes in seiner politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung sehr eingeschr\u00e4nkt worden;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Deutschland<\/strong><br \/>Auch das Reich selbst h\u00e4tte wohl eine andere Entwicklung genommen, wenn Ludwig die Schlacht verloren h\u00e4tte; er w\u00e4re dann sicher nicht zum deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt worden, denn erst nach dem Sieg ist \u201eLudwigs Name und Ruhm hellleuchtend in die Weite gedrungen&#8220;, wie es ein zeitgen\u00f6ssischer b\u00f6hmischer Geschichtsschreiber aussagte; sein sp\u00e4teres K\u00f6nig- und Kaisertum hat bedeutende Spuren in der deutschen Geschichte hinterlassen; sie h\u00e4tte ohne ihn wohl eine andere (schlechtere) Richtung genommen; auch h\u00e4tte das Geschlecht der Habsburger seinen Aufschwung wohl schon wesentlich fr\u00fcher begonnen;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Kriegsgeschichte<\/strong><br \/>Die Schlacht von Gammelsdorf war eine der letzten Ritterschlachten bei denen gepanzerte Reiter gegen gepanzerte Reiter antraten und Feuerwaffen noch nicht verwendet wurden; sie und das Auftreten der selbst\u00e4ndig agierenden Fu\u00dfsoldaten als geschlossene Angriffstruppen aus den St\u00e4dten haben ja den Rittern den Garaus gemacht; nach ihren vernichtenden Niederlagen in den Kriegen, wie es z.B. das habsburgische Ritterheer bei Moorgarten 1315 durch die Schweizer erleben musste, sanken sie zu Raubrittern herab; diese Entwicklung nahm in Gammelsdorf ihren Anfang; auch die hervorragende Planung des Aufmarsches und die Durchf\u00fchrung im Kampf soll hier gew\u00fcrdigt werden; hat doch Ludwig mit einer wohl vierfach unterlegenen Heeresmacht eine Umfassung des Gegners veranlasst; ohne Ludwigs Feldherrnkunst zu schm\u00e4lern, vermutet man ebenso wie 1322 auch das Wirken des alten, kriegserfahrenen K\u00e4mpen Seyfried von Schweppermann.<\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\",\"padding\":\"small\",\"padding_remove_bottom\":true},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"breadcrumbs\",\"props\":{\"show_home\":true,\"show_current\":true}}]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h1\",\"content\":\"Geschichte\",\"title_style\":\"heading-small\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h2\",\"content\":\"Ortsgeschichte von Gammelsdorf\",\"title_color\":\"primary\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Die nachweisbare, weil schriftliche Quellen vorhanden sind, Geschichte von Gammelsdorf beginnt im Jahre 1075, mit der Nennung des Namens Gamanolvesdorf. Der Gr\\u00fcnder des Ordens war zweifelsfrei ein gewisser Gamanolf, er gab ihm dann auch seinen Namen oder sein Name wurde von anderen an das Dorf gegeben. Das Geschlecht der Kamanolfe war an der Wende des 8. Jahrhunderts oder in der zweiten H\\u00e4lfte des 8. Jahrhunderts an der Pfettrach beg\\u00fctert.<\\\/p>\\n\n\n<p>Das heutige Gandorf bei Mauern ist auch eine Gr\\u00fcndung der Gamanolve, in Peterswahl schenkte der Priester Ekkihart, der im Jahre 819 als Verwandter des Kamanolf bezeichnet wird, seinen Besitz dem Bischof in Freising; zum ersten Mal urkundet ein Kamanolf an hervorragender Zeugenstelle mit seinem Verwandten Fritilo um 783, als Bischof Atto Grundst\\u00fccke in Thulbach auf dem Tauschwege gegen solche in Lern erwirbt, ebenso urkundet er bei der genannten Schenkung seines Verwandten, des Priesters Ekkehart, bis 824 unterschreibt er nochmals sechsmal als Zeuge. Die Gamanolfe erscheinen in der Ahnenreihe der Thulbacher Grafen, einem damals sehr m\\u00e4chtigen und einflussreichem Geschlecht. Ist nun jener Gamanolf, den wir in der Zeit zwischen 783 und 824 kennengelernt haben, der Gr\\u00fcnder unseres Gammelsdorf oder ist es sein Vater oder Gro\\u00dfvater?<\\\/p>\\n\n\n<p>Da das Dorf selbst erst 1075 mit einem Heriman de Gemanolvesdorf urkundlich erscheint, m\\u00fcssen wir, um diese Frage mit einiger Wahrscheinlichkeit beantworten zu k\\u00f6nnen, andere Gesichtspunkte in Betracht ziehen. Dr. Walter Schreyer weist in seiner Untersuchung \\u00fcber die \\u201eEntwicklung der altbayerischen H\\u00fcgellandschaft zwischen Amper und Donau\\\" S. 56 darauf hin, dass Gammelsdorf ein Gewannflur besitzt. Die Gewannfluren finden sich vor allem in den gro\\u00dfen alten D\\u00f6rfern der bayerischen Ursiedelungsgebiete in den Flusst\\u00e4lern und deren Rainen, auch in kleineren Seitent\\u00e4lern, ja sogar in kleisten T\\u00e4lchen aufw\\u00e4rts, manchmal, aber selten auch in im welligen H\\u00fcgelland.<\\\/p>\\n\n\n<p>Zu diesen Ausnahmen z\\u00e4hlen in unserer Gegend Tondorf, P\\u00f6rndorf und Gammelsdorf. Wo wir aber diese Gewannflur vorfinden, m\\u00fcssen wir an eine fr\\u00fche Gr\\u00fcndung denken. Dr. Walter Schreyer meint in Anschluss an Fehn, der \\u00fcber die Besiedlung des niederbayrischen Terit\\u00e4rlandes schrieb, etwa folgendes: Grundherrliche Familien, die ihren Sitz in gro\\u00dfen D\\u00f6rfern am Randes des H\\u00fcgellandes als Weideland. Diese Striche bildeten den Anhaltspunkt f\\u00fcr Siedlungen, die von nachgeborenen S\\u00f6hnen des Grundherren gegr\\u00fcndet und ausgebaut wurden. Die Anlage der Gewannflur wurde mitgebracht. Sie wird im Gegensatz zur Weiler- und Ein\\u00f6dflur dadurch charakterisiert, dass aus der gro\\u00dfen Feldflur zun\\u00e4chst eine, je nach Zahl der Siedler wechselnde Menge gr\\u00f6\\u00dferer Abteilungen ausgeschieden werden. Diese zerfallen wiederum in parallel geteilte, schmal streifenf\\u00f6rmige Gebilde, deren jedes in der Regel einem anderen Besitzer eignet. Die zu einer Hofst\\u00e4tte geh\\u00f6rigen Feldst\\u00fccke liegen so \\u00fcber mehrere Gewanne in der Markung zerstreut und befinden sich in Gemenglage. Urspr\\u00fcnglich gab es keine Feldwege. Nur \\u00fcber die Nachbargrundst\\u00fccke konnte man das eigene Feld erreichen. Strenger Flurzwang, d. h. dass alle Inhaber eines Gewannes dieselbe Feldfrucht anbauen mussten, war die Folge. Aus der vorhandenen Gewannflur ergibt sich als f\\u00fcr eine Datierung der Gr\\u00fcndung Gammelsdorf folgendes: Die Anlage einer Gewannflur erst nach 780 ist nicht denkbar.<\\\/p>\\n\n\n<p>Darum muss die Gr\\u00fcndung Gammelsdorf sp\\u00e4testens um 700 angesetzt werden. Der Gamanolf der Jahre 783 \\u2013 824 kann demnach kaum der Gr\\u00fcnder von Gammelsdorf gewesen sein. Er ist Nachkomme eines Gamaolf, der wohl im Isartal geb\\u00fctert war und von dorther ins H\\u00fcgelland eindrang.<\\\/p>\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h2\",\"content\":\"\\u00dcber Gammelsdorf\",\"title_color\":\"primary\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Der Name Gammelsdorf in der Form \\u201eGamanolvesdorf\\u201c erscheint zum erstenmal 1075, da ein Herimanus von dort sein Gut in Schwillnach bei Ebersberg dem heiligen Sebastian durch Vermittlung des Gamanolf von Schattenhofen \\u00fcbergibt, er gibt diesen Besitz aber nicht ohne Gegenleistung, solange er lebt, mu\\u00dften ihm allj\\u00e4hrlich gegeben werden: 8 Unzen Denare, eine Fuhre Wein aus Tondorf, 2 Fuhren Bier, 3 gem\\u00e4stete Schweine, 2 Pfung hinz, an Getreide was das Kloster von drei seiner kleineren Besitzungen in Pfeffenhausen einnimmt, ferner 2 Morgen Wiesen in Tondorf. Neben diesem Geschlecht der Herimanus finden sich im 11. Jahrhundert auch noch andere freie Grundbesitzer in Gammelsdorf; um 1080 \\u00fcbergibt ein Uodalrich von Gammelsdorf seines Seelenheiles wegen \\u201epropter spem celesticum\\u201c dem heiligen Kastulus von Moosburg einen Acker und seinen Knecht Adalbert mit der Verpflichtung allj\\u00e4hrlich 5 numui auf den Altar des Heiligen zu legen.<\\\/p>\\n\n\n<p>Um 1100 schenkt der freie Bauer Marquard ein Landgut nebst Weinberg zu Gammelsdorf als Pr\\u00e4bende f\\u00fcr seine Schwester Mathilde, die sich im Kloster Geisenfeld befindet.<\\\/p>\\n\n\n<p>F\\u00fcr die Weinberge in Gammelsdorf interessierten sich auf Grundbesitzer im Isartal. Um 1180 hat der edle Adalbero von Bruckberg einen Gammelsdorfer Weinberg im Besitz, den er am Tage, da seine Frau Ophemia in Moosburg beerdigt wurde, dem Castulusstift \\u00fcbergibt. Ein bedeutender Mann, Gammelsdorfs Eberhard, der in den Urkunden den auszeichnenden Namen \\u201e Dominus\\u201c erh\\u00e4lt, ist in der Zeit von 1180 bis 1220 sechsmal Zeuge bei Rechtsgesch\\u00e4ften des Moosburger Stiftes. Dieser Dominus Eberhard aus Gammelsdorf war wohl ein Ministerial der Grafen von Moosburg. Zwar kann urkundlich nur ein Hof in Gammelsdorf als Besitz der Grafen nachgewiesen werden, doch ergibt sich der tats\\u00e4chliche Umfang des Moosburger Grafengutes in Gammelsdorf aus Schlu\\u00dffolgerungen, die Sebastian Hiereth in seiner Dissertation \\u00fcber \\u201eDas Landgericht Moosburg\\u201c zieht. Er weist darauf hin, dass bei den Aufzeichnungen der herzoglichen G\\u00fcter der Jahre 1222 \\u2013 28 kein Besitz des Herzogs in Gammelsdorf verzeichnet wird, w\\u00e4hrend der 3. Urbar von 1326 solchen auff\\u00fchrt. Er schlie\\u00dft daraus, dass dieser Besitz fr\\u00fcher den Grafen von Moosburg geh\\u00f6rte, deren letzterer 1281 starb. Nach dessen Tod kam dieser Besitz an den Landshuter Herzog. Im 3. Urbar von 1326 wird zwar nur der \\u201eUrichshof von Golvelperch\\u201c genannt, dagegen sagt der G\\u00fctlbuch des Kastenamts Landshut von 1338 genauer: Item Gamelsdorf ein Hof. Daselben ein Hub. Daselben ein Hof. Das Kastulusstift besa\\u00df 1359 eine Hube und eine Wiese in Gammelsdorf. Und der Urbar des Kastens Landshut von 1439 schreibt Item Gammelsdorf der Hof \\u2013 Item daselb ein Hueb - Item daselb zu Gamelstorf ein Hof \\u2013 Item daselbs derander Hof \\u2013 Die zwen H\\u00f6f hat Inn Conrat Mair. \\u201eItem daselbs der Schnitt gilt 6 Schilling 12 Regensburger Pfennig. In dieser Aufschreibung erkennen wir gut die heutigen H\\u00f6fe, die einst Eigentun der Grafen von Moosburg waren und von 1338 bis 1848 herzoglich blieben. Der erste Hof mit der Hube ist Grubmair. Die Hube wurde mit diesem Hof zu einem landwirtschaftlichem Betrieb vereinigt. Im Urbar von 1439 hei\\u00dft es \\u201eConrat Maier hat 2 H\\u00f6fe inne\\u201c Daselb zu Gammelsdorf ein Hof gitl 1 Pfund 48 Regensburger Pfennige, Stift 3 Regensburger Pfennige und ein Landshuter Pfennig, 1 Gans, 2 H\\u00fchner, 25 Eier, 1 K\\u00e4se. \\u2013Die beiden H\\u00f6fe, vereint unter dem h\\u00f6rigen Bauern Conrat Mayer blieben bis heute zusammen und gaben diesem Besitz den Namen: \\u201eMayer in H\\u00f6fen\\u201c heute Mayer am H\\u00f6fl.<\\\/p>\\n\n\n<p>Aus den Schenkungen des Uodalrich von 1080, der Weinbergschenkung des Edlen Adalbero von Bruckberg und anderen nicht mehr nachweisbaren Erwerbungen mag sich also der Gammelsdorfer Besitz des Moosburger Castulusstifts zusammengesetzt haben, der 1359 im Verzeichnis des Klosterbesitzes eingetragen ist: \\u201eGamolstorff huba 5 solidi Den. Ibidem presdium sevit 60 den. Ibidem prediom \\u201eWeinlehen\\u201c servit 3 solidi 10 den = Gammelsdorf 1 Hube zahlt 5 Schilling Pfennig, eine S\\u00f6lde zahlt 60 Pfennig, das Weinlehen zahlt 3 Schilling 10 Denare.<\\\/p>\\n\n\n<p>Im Jahr 1465 erscheint die S\\u00f6lde mit der Hube zusammengelegt, als Anwesen zum Pfl\\u00fcgler und das Weinlehen ist der Lehner von 1465, da sich im Besitz des Chorherrn befindet. Auch das Kloster St. Emeran Regensburg hatte nach dem Klosterurbar von 1336 einen kleinen Besitz in Gammelsdorf, der j\\u00e4hrlich 5 Denare abwarf und an die Zehentberechtigten und den Moosburger B\\u00fcrger, Herrn von Pern vergabt war. \\u201eHabemus predioem in Gammelsdorf solspit 5 den. quod tenent decimatores et quidam ei vis Mospurgensis dominus Pern.\\u201c Im Steuerbuch von 1465 hat das Emerankloster in Gammelsdorf keinen Besitz mehr. Das kleine Gut war in andere H\\u00e4nde gekommen. Die Siedlungsgeschichte ab 1465 wird dann so umfangreich, da\\u00df eine Darstellung auf diesen Seiten den gesamten Umfang sprengen w\\u00fcrde \\u2013 wir empfehlen Ihnen daher den Kauf einer Ortschronik der Gemeinde Gammelsdorf, die Sie im Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft Mauern, Schlo\\u00dfplatz 2, 85419 Mauern, pers\\u00f6nlich erwerben k\\u00f6nnen \\u2013 sollten Sie sich dazu entschlie\\u00dfen, viel Spa\\u00df beim Studieren dieser au\\u00dfergew\\u00f6hnlich umfangreichen und viel Wissen vermittelnden Lekt\\u00fcre.<\\\/p>\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"divider\",\"props\":{\"divider_element\":\"hr\"}}]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h2\",\"content\":\"Die Schlacht bei Gammelsdorf\",\"title_style\":\"h1\",\"title_color\":\"primary\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Die Lage vor dem Ausbruch der Schlacht\",\"title_color\":\"primary\",\"margin_remove_bottom\":false,\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Die niederbayerischen Herz\\u00f6ge standen im scharfen Gegensatz zu den habsburgisch-\\u00f6sterreichischen Herren, w\\u00e4hrend von den beiden oberbayerischen Herrschern Rudolf und Ludwig vor allem letzterer mehr den Habsburgern zuneigte, um seine Anspr\\u00fcche in Oberbayern durchzusetzen; auch waren er und sein habsburgischer Vetter Friedrich der Sch\\u00f6ne sich durchaus zugetan; 1309\\\/1311 gab es verheerende K\\u00e4mpfe der niederbayerischen Herz\\u00f6ge mit den Habsburgern bis zum vorl\\u00e4ufigen Friedensschluss 1311 in Passau; weite Strecken Niederbayerns waren verw\\u00fcstet; zu Anfang 1313 bem\\u00e4chtigten sich die oberbayerischen Herz\\u00f6ge der niederbayerischen Prinzen und besetzten Landshut und Straubing; darauf \\u00fcbertrugen die Herzoginenwitwen dem Habsburger Friedrich dem Sch\\u00f6nen die Landesregierung und die Vormundschaft \\u00fcber ihre Kinder und riefen ihn ins Land; im Oktober kam es auf der Burg Landau a.d.Isar bei einem Treffen zu einer heftigen aber ergebnislosen Aussprache; nur Ludwigs Begleiter sollen verhindert haben, dass der Wittelsbacher sich dabei t\\u00e4tlich an seinem Vetter vergriff; \\u201ewo Worte nichts verm\\u00f6gen, soll das Schwert entscheiden\\u201c soll er ausgerufen haben; Friedrich wendete sich ab mit der Drohung, er werde Ludwig von Haus und Hof verjagen;<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Die Bundesgenossen\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>nach dem Treffen von Landau war klar, dass es Krieg geben musste; so merkw\\u00fcrdig sich die Lage entwickelte, dass jetzt, da der ernstliche Zusammensto\\u00df zwischen Bayern und \\u00d6sterreichern bevorstand, sich gerade die Ritter des niederbayerischen Landesteils, die die habsburgische Bedrohung seit langer Zeit am meisten aushalten mussten, sich dem Landesfeind anschlossen;<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Die habsburgische Seite\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Im Westen sammelte der Statthalter von Vorder\\u00f6sterreich, Herzog Leopold, mit seinem Bruder Friedrich dem Sch\\u00f6nen, ein m\\u00e4chtiges Heer, mit dem Ziel, nach Osten zu marschieren und sich mit den \\u00f6sterreichischen Scharen zu vereinigen;<\\\/p>\\n\n\n<p>von Osten her r\\u00fcckte das \\u00f6sterreichisch-niederbayerische Aufgebot, verst\\u00e4rkt durch 3.000 ungarische Bogensch\\u00fctzen und b\\u00f6hmische Hilfstruppen und fast der gesamten niederbayerischen Ritterschaft heran; insgesamt soll dieses Heer etwa 20.000 Krieger, 20.000 Pferde und 4.000 Wagen umfasst haben; im Einzelnen wissen wir von folgenden \\u00f6sterreichischen Rittern, die mit 1.200 Lanzenreitern und mit ihren Knechten am Kampf teilnahmen:<\\\/p>\\n\n\n<p>Graf Eberhard von Waldsee, Graf Ulrich von Wallsee aus der Steiermark, Graf Heinrich von Schaumburg, Hofmarschall von Pilichendorf als Oberbefehlshaber der vereinigten habsburgischen Scharen, Ulrich der Pfannberger, Leopold von Haunberg und der Erzbischof von Salzburg stellte Truppen;<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Der niederbayerische Adel stellte folgende Parteig\\u00e4nger\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Die Grafen Alram und Albrecht von Hals als F\\u00fchrer; Graf Heinrich von Schauenburg; Graf Heinrich von Preising; Heinrich von Leonberg, Walter von Taufkirchen, Ludwig der Grans, Konrad von Weichs, Sifrid von Fraunhofen, Eholf von Warter, Hartpert von Aham, Hildebrand von Chamerau, Sifrid Frumesel, die beiden Vitzthume von Straubing und an der Rott, Ebrand von Degenberg der Vicedom zu Landshut, Hartlieb Puchberger von Winzer, Alram Rottenauer, Heinrich Sattelboger, Pernger der Grans, Albert von Sch\\u00f6nstein, Chalhoch von Winzer;<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Die oberbayerische Seite\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Herzog Ludwig hatte keine Ausgaben gescheut und in Oberbayern und im Nordgau Bundesgenossen geworben; hier k\\u00e4mpften von den niederbayerischen Rittern nur die Herren von Wildenberg und von Thurn; \\u00fcber die nordgauischen (oberpf\\u00e4lzer) Ritter wei\\u00df man gut Bescheid:<\\\/p>\\n\n\n<p>Seyfried von Schweppermann erhielt von Herzog Ludwig 300 Pfund Pfennig f\\u00fcr das \\u201egerit\\\" (Anreiten mit vorgestreckter Lanze) bei Gammelsdorf, 1322 in der Schlacht von Ampfing war er wieder Heerf\\u00fchrer Ludwigs (Jedermann ein Ei, dem braven Schweppermann aber zwei): Dietrich von Fl\\u00fcgelsburg bei Riedenburg, Friedrich von Eschenbeck, Ritter Polwein Winzerer von Winzer a.d.Donau bei Regensburg, Ulrich der Neuenburger, Markwart und Heinrich der Zenger von der Trausnitz im Nordgau, Konrad der Zenger, Heinrich der Geiganter bei Waldm\\u00fcnchen, Konrad von Hohenfels, Hermann von dem Turm, Konrad von Schl\\u00fcsselburg (Bistum Bamberg) - in der Schlacht von Ampfing f\\u00fchrte er wieder auf der Seite Ludwigs das Reichsbanner; Bertold von Graisbach, Weigel von Trausnitz-Vitzthum der Oberpfalz, Rudger von Wartberg bei Neunburg vorm Wald - er verlor in der Schlacht sein Pferd, Heinrich der Dachsholerer, Rudiger der Puntzinger erobert das feindliche Banner, Gottfried der Satzenhofer, Heinrich der Ayhaher, Rudger und Konrad der Kemnather, Heinrich der Truchse\\u00df von Hirschau, Ludwig der Aerbe verlor ebenfalls ein Pferd; Friedrich der Frank (bei Sulzbach), Heinrich der Lengenfelder (bei Sulzbach), der alte und der junge L\\u00f6hlein zu Salzbach, Friedrich von Breitenstein, Heinrich von Raidenpuch, Hans Ebran von Wildenberg mit zweien seiner Br\\u00fcder und seinem Sohn Ulrich (bei Abensberg), der Sneberger von Taunstein und andere Taunsteiner, Heinrich von Ehrenfels und sein Vetter Konrad der Seft; dazu kamen noch Eberhard von Wirtenberg, Bernhard von Neiffen-Heinrich und Wilhelm, Marschalken von Biberach aus der habsburgischen Grafschaft Burgau, die trotzdem zu Ludwig hielten; insgesamt sollen es etwa 400 geharnischte Ritter gewesen sein und dazu die dreifache Zahl riesiger Knechte, die das Schwert f\\u00fchrten und ebensoviele Fu\\u00dfknechte mit Piken, Armbrust oder Bogen, dazu etwa 600 Wagen;<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Die St\\u00e4dte\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Die St\\u00e4dte an Salzach und Inn, an Lech und Donau, die Isarst\\u00e4dte M\\u00fcnchen, Moosburg, Landshut, Dingolfing und Landau hatten sich zu \\u00e4u\\u00dferstem Widerstand bereitzuhalten, die Kontingente der gr\\u00f6\\u00dferen St\\u00e4dte (M\\u00fcnchen, Ingolstadt, Straubing und Landshut), die auch au\\u00dferhalb ihrer Mauern k\\u00e4mpfen konnten, mussten zum n\\u00e4chsten Neumond marschbereit stehen; so ein Stadtbanner mag so 300 Armbr\\u00fcster mit ebenso vielen Spie\\u00dfern ins Feld geschickt haben, dazu vielleicht 30 Reisige;<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Der Aufmarsch\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p><strong>Das Westheer der Habsburger<\\\/strong><br \\\/>Die Habsburger Friedrich der Sch\\u00f6ne und sein Bruder Leopold von \\u00d6sterreich, der die westlichen habsburgischen Landesteile als Statthalter beherrschte, hatten aus der Nordschweiz, den vorder-\\u00f6sterreichischen und schw\\u00e4bischen L\\u00e4ndereien ein starkes Herr rekrutiert und konnten aus der Gegend von Schaffhausen jederzeit nach Osten marschieren - von heutiger sieht aus ist es unverst\\u00e4ndlich, warum sich diese Streitmacht nur langsam in Bewegung setzte (zum Gl\\u00fcck f\\u00fcr Ludwig); Anfang November erreichten Teile den Lech und \\u00fcberschritten ihn nicht;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>Das Ostheer der Habsburger<\\\/strong><br \\\/>Marschall von Pilichendorf sammelte seine \\u00f6sterreichischen und k\\u00e4rtner Ritter s\\u00fcdlich der Donau im Raum Linz - Wels - Steyr und zog dann in Richtung Passau; dort stie\\u00dfen bis zum 23. Okt. die b\\u00f6hmischen und ungarischen Hilfstruppen dazu; Graf Heinrich von Schaumburg sperrte mit seinen Leuten die bayerische Grenze ab und schloss sich dann dem Vormarsch an; die niederbayerischen Ritter unter Graf Albrecht von Hals sammelten sich ebenfalls bei Passau; der gewaltige Heerhaufen \\u2013 wahrscheinlich in zwei Marschkolonnen zerlegt \\u2013 \\u00fcberschritt die bayerische Grenze, vereinigte sich mit den Niederbayern und w\\u00e4lzte sich pl\\u00fcndernd und brandschatzend durch die T\\u00e4ler der Rott und der Vils aufw\\u00e4rts in Richtung Landshut;<\\\/p>\\n\n\n<p>am 29. Oktober wurde Eggenfelden besetzt, am 31. Okt. Vilsheim; in den ersten Novembertagen erreichten die \\u00d6sterreicher die Isar wobei sie die weiteren St\\u00e4dte umgingen und \\u00fcberquerten bei Volkmannsdorf am 1. und 2. Nov. den Fluss; zwischen Gammelsdorf und Isareck baute Marschall Pilichendorf eine Verteidigungsstellung auf, in der er warten wollte, bis Herzog Leopold mit dem Ostheer herankam; der linke Fl\\u00fcgel lehnte sich zur Deckung an die rei\\u00dfende Isar, der rechte Fl\\u00fcgel stand nordwestlich von Gammelsdorf mit den nach hinten gestaffelten Reserven zu Pferde; dazwischen wurden mehrere Wagenburgen aufgebaut, die von Gelbersdorf soll sich in einer uralten Schanze befunden haben; die verbindenden Linien wurden durch W\\u00e4lle und Gr\\u00e4ben verst\\u00e4rkt; die Wagenburgen wurden von Pikenieren, Bogen- und Armbrustsch\\u00fctzen verteidigt; Reiter und Reisige waren abgesessen und sollten zu Fu\\u00df k\\u00e4mpfen; an dieser starken Stellung sollte sich Ludwig festbei\\u00dfen, erobern k\\u00f6nnte er sie mit seinem kleinen Heer niemals, wie die Osterreicher sicher glaubten; als Pilichendorf den Anmarsch von Ludwigs Heer erfuhr, nahm er in der Nacht vom 7.\\\/8. Nov. seine Streitmacht in die Linie Gammelsdorf \\u2013 Bruckberg zur\\u00fcck und zog weg von der Br\\u00fccke bei Volkmannsdorf (ein schwerer taktischer Fehler); die Reserven zu Pferd standen nun bei Widdersdorf, die rechte Flanke wurde durch Vorposten am Waldrand nord\\u00f6stlich von Priel gesichert (W\\u00e4lle im dortigen Wald sind noch heute zu sehen); insgesamt hatten die \\u00f6sterreichischen Stellungen eine L\\u00e4nge von \\u00fcber 5 km; \\u00fcberall wurde flei\\u00dfig geschanzt - Ludwig mit seinem Heer konnte kommen.<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>Der Aufmarsch der Oberbayern<br \\\/><\\\/strong>F\\u00fcr Herzog Ludwig war es wohl klar, wollte er sich seinen Feinden entgegenstellen, so musste es sein, bevor die beiden habsburgischen Heere sich vereinigen und damit f\\u00fcr ihn unschlagbar waren; so lie\\u00df er sie gut beobachten, er hatte anscheinend einen ausgezeichneten Nachrichtendienst; als Herzog Leopold am Lech z\\u00f6gerte und Marschall Pilichendorf mit seinen Scharen marschierte, war es klar, wen Ludwig zuerst zum Kampf stellen w\\u00fcrde; er fasste den Entschluss, dem Ostheer entgegenzuziehen und gab folgende Befehle: das Ritterheer und das Aufgebot der M\\u00fcnchner B\\u00fcrger marschieren am 03. Nov. nach Dachau, am 4. Nov. nach Altom\\u00fcnster; das Ingolst\\u00e4dter Banner kann dort zur Masse des Heeres sto\\u00dfen, die Straubinger, Landshuter und Moosburger B\\u00fcrger sollen den Feind beobachten und ihm dichtauf folgen; nur geringe Teile des Ritterheeres sicherten am Zeitlbach bei Altom\\u00fcnster gegen Westen zu vor einer \\u00dcberraschung durch das Heer Leopolds; Ludwig erhielt viele Nachrichten \\u00fcber den Gegner, vor allem, dass weder Landshut noch Moosburg belagert wurden; nun trat er am 5. Nov. mit seinem Hauptheer den Vormarsch entlang der Amper in Richtung Moosburg an und umging dabei das Freisinger Bistum; am 7. Nov. lagerte er bei Rast in der N\\u00e4he von Langenbach und zog neue Erkundigungen ein; er soll hier gelobt haben, im Falle eines Sieges eine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes zu bauen; ob er es dann auch getan hat, ist nicht bekannt, die jetzt dort stehende Kirche ist jedenfalls 100 Jahre j\\u00fcnger; es war der Plan Ludwigs, die \\u00d6sterreicher am linken Fl\\u00fcgel anzugreifen und \\u00fcber ihn ihre Front aufzurollen; durch die Schwenkung der \\u00d6sterreicher war dies nun nicht mehr m\\u00f6glich, so \\u00e4nderte Ludwig seine Absicht und wollte nun den rechten Fl\\u00fcgel angreifen; dem linken Fl\\u00fcgel des Feindes -gegen\\u00fcber etwa auf der Linie Volkmannsdorf-Enghausen-Priel- standen die Kontingente der M\\u00fcnchener, Ingolst\\u00e4dter und Moosburger, die Straubinger sollten am kommenden Tag Ober- und Niederm\\u00fcnchen, die Landshuter Schatzhofen und Furth erreichen \\u2013 das Ritterheer f\\u00fchrte Ludwig in der Nacht zum 9. Nov \\u00fcber Sixthaselbach \\u2013 Altfalterbach - H\\u00f6rgertshausen bis westlich Priel vor auf die Linie Schwarzersdorf \\u2013 Enghausen \\u2013 Peterswahl \\u2013 Margarethenried und wartete die Morgend\\u00e4mmerung ab; die nordgauischen Ritter des Herrn von Schl\\u00fcsselberg sollten sich als Reserve und Hinterhalt hinter den eigenen Linien bereithalten.<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Die Schlacht\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p><strong>Das Vorgepl\\u00e4nkel<\\\/strong><br \\\/>Es war wohl ausgleichende Gerechtigkeit f\\u00fcr den weitaus schw\\u00e4cheren oberbayerischen Herzog und seine Scharen, dass am 8. und 9. Nov. dichter Nebel \\u00fcber dem Land lag und er so seinen Aufmarsch fast unbemerkt vollziehen konnte; die \\u00f6sterreichische Front stand bereit, um Ludwig von Moosburg her zu empfangen, da griff Ludwig am Morgen des 9. Nov. die \\u00f6sterreichischen Vorposten im Wald bei Priel \\u2013 Rehbach an und warf sie auf Gammelsdorf zur\\u00fcck;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>Der Kampf um die Wagenburg:<\\\/strong><br \\\/>Um die Wagenburg bei Gammelsdorf entbrannte nun ein heftiger Kampf, ein Teil der bayerischen Ritter drang gleichzeitig von der Flanke im Nordwesten her, gegen die zu Fu\\u00df k\\u00e4mpfen \\u00f6sterreichischen Ritter und Leichtgepanzerten an, der gr\\u00f6\\u00dfere Teil der Berittenen aber wurde von Ludwig noch zur\\u00fcckgehalten; die Befestigungen, die ja nur gegen S\\u00fcden gerichtet waren, n\\u00fctzten den Osterreichern nichts mehr und auch die Fu\\u00dfk\\u00e4mpfer waren den Reitern unterlegen; Marschal Pilichendorf hatte viel zu sp\\u00e4t begriffen, dass die Hauptmasse des oberbayerischen Heeres den rechten Fl\\u00fcgel angriff, denn Ludwig lie\\u00df auch von S\\u00fcden her schw\\u00e4chere Kr\\u00e4fte vorr\\u00fccken (wahrscheinlich M\\u00fcnchner); so wurde nach hartem Kampf die Wagenburg und das Dorf Gammelsdorf erobert;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>Der Kampf auf dem Streitfeld<\\\/strong><br \\\/>Nun drang die Hauptmasse des oberbayerischen Heeres auf die s\\u00fcdlich von Gammelsdorf gelegenen Felder vor und traf hier auf die \\u00f6sterreichischen, k\\u00e4rtner und niederbayerischen Ritter; den ganzen Vormittag dauerte nun hier der Kampf Mann gegen Mann in einer der letzten Ritterschlachten ohne Feuerwaffen; heute noch tragen die Fluren dort den Namen \\u201eStreitfeld\\u201c; langsam gewannen die Oberbayern an Boden, gegen Mittag lichtete sich der Nebel und mitten im Gew\\u00fchl stand auch Herzog Ludwig und an seiner Seite Ritter Schweppermann, der das Banner trug; nun setzte Pilichendorf seine Reserven von Widdersdorf her ein, vielleicht die b\\u00f6hmischen Ritter und die ungarischen Bogensch\\u00fctzen, der Kampf war lange nicht entschieden, waren doch die \\u00d6sterreicher in der weitaus gr\\u00f6\\u00dferen \\u00dcberzahl und an Erfahrung und Kampfeseifer den Bayern durchaus ebenb\\u00fcrtig; fast schien sich der Sieg auf die habsburgische Seite zu neigen, da warf Ludwig die Reserve mit den Reitern des Herrn von Schl\\u00fcsselberg in den Streit; die K\\u00e4mpfer, noch frisch und ausgeruht, erprobte Krieger, st\\u00fcrzten sich auf die \\u00f6sterreichischen Reihen und konnten sie mehrmals durchbrechen; Ritter R\\u00fcdiger von Pinzing eroberte das \\u00f6sterreichische Panier; zu allem Ungl\\u00fcck f\\u00fcr die Feinde hatten die Ungarn ihre Pfeile verschossen und da nun ihre Hauptwaffe nicht mehr einsetzbar war, wendeten sie ihre Pferde und suchten ihr Heil in der Flucht;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>Die Stadtb\\u00fcrger greifen ein<\\\/strong><br \\\/>Jetzt kamen von Norden her die F\\u00e4hnlein der Straubinger, Landshuter und Moosburger und stie\\u00dfen in die Flanke und in den R\\u00fccken der \\u00d6sterreicher, die Ingolst\\u00e4dter und M\\u00fcnchner schlossen sich ihnen an, sie traten wohl nicht als geschlossener Heerhaufen auf, sondern als kleine kompakte Truppenk\\u00f6rper, wie man sie bis dahin noch nie auf den Schlachtfeldern gesehen hatte; zwischen den einzelnen Haufen waren zwar gr\\u00f6\\u00dfere Abst\\u00e4nde, aber jedes Banner war ein schwer angreifbarer Igel; in der Mitte standen die Armbruster mit acht Gliedern, gesch\\u00fctzt durch die Pikeniere auf den Seiten, die sechs Glieder tief standen; der ganze Igel r\\u00fcckte auf beste Schussweite heran, dann st\\u00fctzten die Pikeniere ihre Spie\\u00dfe auf den Boden und hielten sie dem Feind als kaum \\u00fcberwindliches Hindernis entgegen; die Armbruster l\\u00f6sten sich im Schie\\u00dfen und Laden fortgesetzt im vordersten Glied ab und sendeten ihre harnischdurchschlagenden Bolzen dem Feind entgegen;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>Die Flucht<\\\/strong><br \\\/>Die gepanzerten, einzeln k\\u00e4mpfenden Ritter vermochten gegen die geschlossenen, einexerzierten Haufen nichts auszurichten; das war etwas g\\u00e4nzlich Neues und wohl auch entscheidendes; die von allen Seiten gefassten habsburgischen Ritter wendeten sich jetzt auch zur Flucht; allein der linke Fl\\u00fcgel hielt noch gegen die angreifenden bayerischen Vorposten stand, hier griff nun Ludwig mit 400 frischen Kriegern an und \\u00fcberrannte ihn, da ergriff die \\u00d6sterreicher die allgemeine Panik und mit dem Ruf \\u201erette sich, wer kann\\u201c, rissen sie ihre Pferde herum und fl\\u00fcchteten; die bayerischen Ritter jagten hinterher und hieben alles nieder, was in ihre Reichweite kam<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>Die Katastrophe an der Volkmannsdorfer Br\\u00fccke<\\\/strong><br \\\/>Fl\\u00fcchtende und Verfolger, alle strebten nun gegen Abend ungeordnet im wilden Sturm der schmalen Br\\u00fccke in Volkmannsdorf zu und hier staute sich alles; zu allem Ungl\\u00fcck f\\u00fcr die \\u00d6sterreicher konnte die schwache Holzkonstruktion die Last der schwer gepanzerten M\\u00e4nner und Pferde nicht mehr tragen und brach zusammen; man kann sich denken, dass viele der ger\\u00fcsteten Ritter und Knechte sich nicht aus den Fluten retten konnten und ertranken; ein Gro\\u00dfteil der Ritter ergab sich, die Quellen sprechen von 300 bis 500 \\u00f6sterreichischen Adeligen, die in Gefangenschaft kamen, am Abend des 9. Nov. war die Niederlage der \\u00d6sterreicher vollst\\u00e4ndig; das Westheer Leopolds wagte es nun nicht mehr, nach Bayern vorzudringen und l\\u00f6ste sich auf;<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Die Folgen\",\"title_color\":\"primary\",\"margin\":\"small\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p><strong>F\\u00fcr die Besiegten<\\\/strong><br \\\/>Unter den Gefangenen waren die Grafen von Hals, die Grafen von Waldsee, Kapell, Schauenburg-Chuenring, Retz, Meysan und andere; auch Marschall Pilichendorf war dabei; Ludwig entlie\\u00df einen Teil der Gefangenen gegen B\\u00fcrgschaft und nahm die anderen, besonders die Niederbayern in seinen Burgen und St\\u00e4dten in Haft; um Donau und Inn war damals kaum ein Turm zu finden, der nicht einen Gefangenen vom Gammelsdorf in sich barg;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>F\\u00fcr die Sieger<\\\/strong><br \\\/>Die eroberten Wagenburgen mit ihren 4.000 Wagen, die alle in die H\\u00e4nde der Sieger fielen, enthielten eine reiche Beute an Vorr\\u00e4ten, ob darin auch so viele Kostbarkeiten waren, wie es oft beschrieben wurde, darf bezweifelt werden; doch auch so waren die B\\u00fcrger von Moosburg und Landshut, Ingolstadt, Straubing und M\\u00fcnchen sowie die Landleute der Umgebung hocherfreut, denn ihnen \\u00fcberlie\\u00df Ludwig den gr\\u00f6\\u00dften Teil der Beute; die Moosburger B\\u00fcrger erhielten auch die eroberten \\u00f6sterreichischen Fahnen und stellten sie im Kastulusm\\u00fcnster auf, wo sie bis 1632 hingen und durch die Schweden geraubt wurden;<\\\/p>\\n\n\n<p>als Beispiel, wie Ludwig seine Ritter belohnte, seien die beiden Stiftsbriefe genannt, wie sie in den Regesta Boica V. 282 festgehalten sind: Ludwig und Rudolf befreien den Ritter Polwein Winzerer und dessen Veste Nider-, Wintzer an der Donau bei Regensburg wegen geleisteter Dienste im Streit bei Gammelsdorf von aller Steuer, Dienst, Scharwerk und Vogtei - gegeben zu Lengenfeld 11.6.1314.<\\\/p>\\n\n\n<p>Rudolf und Ludwig versetzen Dietrichen dem Schenken von Fl\\u00fcgelsberg um 150 Pfund Regensburger Pfennige, die sie ihm f\\u00fcr seinen Schaden in dem Streit bei Gammelsdorf schuldig geworden, auf Wiederl\\u00f6sung f\\u00fcnf H\\u00f6fe - die Stadtb\\u00fcrger wurden mit Beutest\\u00fccken aus den Wagenburgen belohnt; der Sage noch sollen die Landshuter f\\u00fcr ihre Tapferkeit au\\u00dferdem die drei Helme in ihrem Wappen verliehen bekommen haben, die Moosburger die drei Rosen aus dem Wappen der ausgestorbenen Grafenfamilie, die Ingolst\\u00e4drer einen blauen Panther wegen des eroberten steyrischen Paniers und die Straubinger zu ihrem Pfluge die bayerischen Rauten, den M\\u00fcnchnern soll er gew\\u00e4hrt haben einen roten Schwengel an ihrer Fahne zu tragen;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>F\\u00fcr das Bistum Freising<\\\/strong><br \\\/>Die Bisch\\u00f6fe von Freising: Gottfried von Hexenagger (1311 \\u2013 1314) und Konrad III. der Sendlinger (1314 \\u2013 1322) verstanden es geschickt, zwischen den beiden K\\u00f6nigen zu lavieren und keine der beiden Seiten zu bevorzugen, aber von jedem Vorteile herauszuholen; so konnte Konrad 1319 die Grafschaft Ismaning erwerben und zum Freisinger Bistumsgebiet schlagen:<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>F\\u00fcr Bayern<\\\/strong><br \\\/>Die Gedanken \\\"was w\\u00e4re, wenn Friedrich der Sch\\u00f6ne die Schlacht gewonnen h\\u00e4tte\\\", kann man ziemlich weit ausspinnen; f\\u00fcr Bayern w\\u00e4ren die Folgen wohl katastrophal gewesen; die Habsburger h\\u00e4tten damit Niederbayern in den Griff bekommen und man kann ihnen sicherlich unterstellen, dass sie nicht so ehrlich gewesen w\\u00e4ren wie Ludwig, der nach seiner Vormundschaft \\u00fcber die niederbayerischen Prinzen diesen nach ihrer Vollj\\u00e4hrigkeit die Herrschaft \\u00fcber ihr Land zur\\u00fcckgab; ob sich nach dem Einverleiben von Niederbayern ins habsburgische Gebiet, Oberbayern h\\u00e4tte halten k\\u00f6nnen, ist sehr fraglich; damit w\\u00e4ren wir heute vielleicht \\u00f6sterreichisch - sicher h\\u00e4tten aber die reichen Herz\\u00f6ge von Niederbayern nicht regiert und die Landshuter Hochzeit w\\u00e4re auch nicht zustande gekommen; \\u00fcberhaupt w\\u00e4re die Entwicklung des altbayerischen Stammes in seiner politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung sehr eingeschr\\u00e4nkt worden;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>F\\u00fcr Deutschland<\\\/strong><br \\\/>Auch das Reich selbst h\\u00e4tte wohl eine andere Entwicklung genommen, wenn Ludwig die Schlacht verloren h\\u00e4tte; er w\\u00e4re dann sicher nicht zum deutschen K\\u00f6nig gew\\u00e4hlt worden, denn erst nach dem Sieg ist \\u201eLudwigs Name und Ruhm hellleuchtend in die Weite gedrungen\\\", wie es ein zeitgen\\u00f6ssischer b\\u00f6hmischer Geschichtsschreiber aussagte; sein sp\\u00e4teres K\\u00f6nig- und Kaisertum hat bedeutende Spuren in der deutschen Geschichte hinterlassen; sie h\\u00e4tte ohne ihn wohl eine andere (schlechtere) Richtung genommen; auch h\\u00e4tte das Geschlecht der Habsburger seinen Aufschwung wohl schon wesentlich fr\\u00fcher begonnen;<\\\/p>\\n\n\n<p><strong>F\\u00fcr die Kriegsgeschichte<\\\/strong><br \\\/>Die Schlacht von Gammelsdorf war eine der letzten Ritterschlachten bei denen gepanzerte Reiter gegen gepanzerte Reiter antraten und Feuerwaffen noch nicht verwendet wurden; sie und das Auftreten der selbst\\u00e4ndig agierenden Fu\\u00dfsoldaten als geschlossene Angriffstruppen aus den St\\u00e4dten haben ja den Rittern den Garaus gemacht; nach ihren vernichtenden Niederlagen in den Kriegen, wie es z.B. das habsburgische Ritterheer bei Moorgarten 1315 durch die Schweizer erleben musste, sanken sie zu Raubrittern herab; diese Entwicklung nahm in Gammelsdorf ihren Anfang; auch die hervorragende Planung des Aufmarsches und die Durchf\\u00fchrung im Kampf soll hier gew\\u00fcrdigt werden; hat doch Ludwig mit einer wohl vierfach unterlegenen Heeresmacht eine Umfassung des Gegners veranlasst; ohne Ludwigs Feldherrnkunst zu schm\\u00e4lern, vermutet man ebenso wie 1322 auch das Wirken des alten, kriegserfahrenen K\\u00e4mpen Seyfried von Schweppermann.<\\\/p>\",\"margin_remove_top\":true}}]}]}]}],\"version\":\"2.7.20\"} --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte Ortsgeschichte von Gammelsdorf Die nachweisbare, weil schriftliche Quellen vorhanden sind, Geschichte von Gammelsdorf beginnt im Jahre 1075, mit der Nennung des Namens Gamanolvesdorf. 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