{"id":819,"date":"2022-03-17T10:47:51","date_gmt":"2022-03-17T09:47:51","guid":{"rendered":"https:\/\/demo.vg-mauern.de\/mauern\/?page_id=819"},"modified":"2023-04-26T12:03:02","modified_gmt":"2023-04-26T10:03:02","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/vg-mauern.de\/mauern\/gemeinde-mauern\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h1>Geschichte<\/h1>\n<ul>\n<li>\n        <a href=\"#mauern\">Mauern stellt sich vor<\/a>\n    <\/li>\n<li>\n        <a href=\"#kreuz\">Das Enghauser Kreuz<\/a>\n    <\/li>\n<\/ul>\n<h2>Mauern stellt sich vor<\/h2>\n<div>\n<p>Der Name unserer heutigen Gemeinde ist im Jahre 899 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. In dem B\u00fcchlein &#8222;Dorfgeschichte von Mauern&#8220;, recherchiert und geschrieben von Franz Hagl, ist in Mauern allerdings schon im Jahre 740 von einer Kirche mit Priesterwohnung in Mauern die Rede.<\/p>\n<p>Seit dieser Zeit sind angesehene und namhafte Adelsgeschlechter \u00fcber viele Jahrhunderte hinweg als Schlossherren in unserer Ortschaft benannt.<\/p>\n<p>Heute ist Mauern ein stets wachsender Ort mit gutem Entwicklungspotential und einer entsprechend ausgerichteten Infrastruktur. Firmen, Gesch\u00e4fte, \u00c4rzte, Schule, Vereine und nicht zuletzt der Sitz der Verwaltung, sorgen daf\u00fcr, dass die Anforderungen und Erwartungen unserer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, Jung und Alt, an eine moderne, zukunftsorientierte Gemeinde bestm\u00f6glich erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mauern ist innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft mit Gammelsdorf, H\u00f6rgertshausen und Wang die gr\u00f6\u00dfte Gemeinde. Die in den letzten Jahren neu errichtete Grundschule und die neu geschaffenen Einrichtungen wie Tagesst\u00e4tte und Turnhalle runden die rege Baut\u00e4tigkeit und die damit verbundenen Anforderungen an die Gemeinde ab.<\/p>\n<p>Unsere Gemeinde besteht aus 23 Ortsteilen mit \u00fcber 3.100 Einwohnern. Der Gemeinderat besteht aus 16 Gemeinder\u00e4ten und dem B\u00fcrgermeister.<\/p>\n<p>Die Kirche: Patronat: Hl. Johannes der T\u00e4ufer<\/p>\n<\/div>\n<h2>Ausgrabungen<\/h2>\n<div>\n<p><strong>Die Ausgrabungen im Baugebiet Wollersdorfer Feld I<\/strong><\/p>\n<p>Schon seit den 1980er Jahren sind die Fl\u00e4chen am westlichen Ortsausgang Mauern als jungsteinzeitliche Fundstelle bekannt. Neben zahlreichen Lesefunden konnten Erwin und Anne Neumair und der Arch\u00e4ologische Verein Freising durch die von 2004 bis 2006 durchgef\u00fchrten Ausgrabungen im Zuge der Erschlie\u00dfung des Baugebietes Wollersdorfer Feld I spannende Befunde und Funde ans Licht bringen. Damals konnten Siedlungsspuren unterschiedlicher neolithischer Zeitstufen aufgedeckt werden: der Linearbandkeramik (ca. 5300 bis 4900 v. Chr.), der Stichbandkeramik (ca. 4900 bis 4500 v. Chr.), der M\u00fcnchsh\u00f6fener Kultur (ca. 4500 bis 3900 v. Chr.) sowie auch drei Urnengr\u00e4ber der Hallstattzeit (ca. 800 bis 450 v. Chr.).<br \/>Etwa ein Dutzend Hausgrundrisse einer linearbandkeramischen Siedlung geh\u00f6ren mit \u00fcber 7000 Jahren zu den \u00e4ltesten dort entdeckten Spuren. Daneben traten auch Siedlungspuren der Stichbandkeramik sowie mehrere Gruben der M\u00fcnchsh\u00f6fener Kultur zu tage. Nach einer langen Pause wurde diese Fl\u00e4che erst in der \u00e4lteren Eisenzeit (Hallstattzeit), also \u00fcber 2500 sp\u00e4ter Jahre, erneut vom Menschen genutzt, diesmal als Bestattungsplatz. Im Westen fanden sich drei Brandbestattungen mit Resten von Urnen. (Beitrag von M. Mietz, D. Hurka)<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>Die Ausgrabungen im Baugebiet Wollersdorfer Feld II<\/strong><\/p>\n<p>2022 begannen die Planungen f\u00fcr die Erweiterung des Baugebietes in Richtung Norden. Aufgrund der Ergebnisse der Ausgrabungen 2004 bis 2006, sowie zahlreicher Lesefunde musste mit einer weitreichenden Ausdehnung der jungsteinzeitlichen Siedlungen nach Norden gerechnet werden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzliches Ziel der Bodendenkmalpflege ist der Erhalt der Bodendenkm\u00e4ler und damit der Verbleib im Boden. Sofern keine Zerst\u00f6rung z.B. durch Bauvorhaben droht sind sie hier bestm\u00f6glich gesch\u00fctzt. Nach ausf\u00fchrlichen Beratungen und mangels anderer L\u00f6sungen (aufgrund der hohen Denkmaldichte im gesamten Gemeindegebiet) blieb keine andere M\u00f6glichkeit als die zu erwartenden Bodendenkm\u00e4ler vor dem Baubeginn und der damit einhergehenden Zerst\u00f6rung durch eine arch\u00e4ologische Ausgrabung zu dokumentieren und zu bergen.<\/p>\n<p>Diese Untersuchungen begannen im Herbst vergangenen Jahres. Schon auf den ersten Metern konnten die Arch\u00e4ologinnen und Arch\u00e4ologen der Fachfirma B\u00fcro f\u00fcr Arch\u00e4ologie Neupert, Kozik &amp; Simm und Grabungsleiter Manuel Mietz die Einsch\u00e4tzung des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege und der Kreisarch\u00e4ologie best\u00e4tigen: nach dem Abtrag des Oberbodens zeigten sich im anstehenden L\u00f6sslehmboden zahlreiche dunkle Verf\u00e4rbungen. Das geschulte Auge konnte hier sofort verschiedene arch\u00e4ologische Befunde ausmachen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Unter einem arch\u00e4ologischen Befund versteht man eine vom Menschen in den gewachsenen Boden eingebrachte Struktur. Das k\u00f6nnen schmalere Pfostengruben eines Hauses sein, aber auch Siedlungs-, Vorrats- oder Abfallgruben. Gruben zur Lehmentnahme, Gr\u00e4ben, W\u00e4lle, Mauern, Stra\u00dfen oder nat\u00fcrlich auch Grabgruben f\u00fcr die Beisetzung von Verstorbenen. Zusammen mit den darin enthaltenen Funden geben Sie anhand ihrer typischen Form wichtige Anhaltspunkte f\u00fcr die Datierung. Diese Befunde sind die wichtigste Quelle der Arch\u00e4ologie, da sich diese Wissenschaft vorwiegend in Zeiten ohne schriftliche \u00dcberlieferung bewegt.<\/p>\n<\/p>\n<p><u>Jungsteinzeitliche Siedlungen<br \/><\/u>Auf der gesamten Grabungsfl\u00e4che sind bisher \u00fcber 800 Befunde dokumentiert worden. Neben zahlreichen Pfostengruben und Siedlungs- sowie Vorratsgruben, konnten auch einige gro\u00dfe Grubenkomplexe und wenige Feuerstellen aufgedeckt werden. Mindestens acht Linearbandkeramische H\u00e4user mit ihren charakteristischen Formen und L\u00e4ngsgruben konnten bisher ausgegraben werden (Abb.1.). Sie waren 15 bis 20 m lang und bilden die Fortsetzung der s\u00fcdlich entdeckten Siedlung. Passend dazu wird der Gro\u00dfteil der bisher geborgenen Keramik in dieselbe Zeit datiert (Abb.2.). Neben dieser, gr\u00f6\u00dften Fundgruppe kamen auch zahlreiche Feuerstein- und Felsgesteinartefakte und wenige Tierknochen zu Tage (Abb.3.). <br \/>In dem zuletzt untersuchten, \u00f6stlichen Teil des Baugebietes traten nun auch vermehrt Funde und Befunde sp\u00e4terer Zeitstufen auf. Neben wenigen Fragmenten stichbandverzierter Keramik sind deutlich mehr Scherben der M\u00fcnchsh\u00f6fener Kultur zuzuordnen. Ein nordwest-s\u00fcdost verlaufender Graben k\u00f6nnte ebenfalls in diese Zeit datieren (Abb. 4 und 5).<\/p>\n<\/p>\n<p><u>Skelette in der Vorratsgrube<\/u> <br \/>Eine unscheinbare, beutelf\u00f6rmige Vorratsgrube barg einen der bisher spannendsten Befunde der Ausgrabung. Als die Arch\u00e4ologinnen und Arch\u00e4ologen die Sohle der Grube schon fast erreicht hatten, stie\u00dfen sie \u00fcberraschend auf menschliche Knochen. Zum Vorschein kamen die \u00dcberreste zweier menschlicher Individuen, welche wohl nach der Aufgabe der Vorratsgrube in diese geworfen oder darin beigesetzt wurden (Abb.6.).<\/p>\n<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ein Skelett auf der rechten Seite, ganz am Rand der Grube lag wurde der zweite Verstorbene als extremer Hocker, evtl. sogar gebunden, auf dem R\u00fccken in die Grube gelegt. Die gerade laufende anthropologische Untersuchung soll weitere Aussagen zu Geschlecht, Alter oder Krankheiten geben. Neben den Skeletten bargen die Arch\u00e4ologinnen und Arch\u00e4ologen zudem Teile eines zerlegten Hasenskelettes sowie zweier typischer Gef\u00e4\u00dfe der M\u00fcnchsh\u00f6fener Kultur. Es handelt sich damit um eine m\u00fcnchsh\u00f6fenzeitliche Siedlungsbestattung.<\/p>\n<\/p>\n<p>Beisetzungen im Siedlungsbereich sind aus fast allen vorgeschichtlichen Zeiten bekannt und gelten oft als Sonderbestattung, die von regul\u00e4ren Bestattungssitten abweicht. In der M\u00fcnchsh\u00f6fener Kultur scheint es aber eine andersartige Bestattungskultur vorzuherrschen, bei der neben einzelnen Grabgruben in Siedlungsn\u00e4he auch Beisetzungen in Siedlungsgruben zum regul\u00e4ren Bestattungsbrauch geh\u00f6rten k\u00f6nnten. Auch aus anderen M\u00fcnchsh\u00f6fener Siedlungen im Landkreis \u2013 aus Wang, Murr und auch aus dem Wollersdorfer Feld I \u2013\u00a0 sind \u00e4hnliche Befunde bekannt.<\/p>\n<p><u>Zusammenfassung und Ausblick<br \/><\/u>Die Ausgrabungen in Mauern, Wollersdorfer Feld II haben bislang eine F\u00fclle an spannenden Befunden und Funden geliefert. Darunter Teile verschiedener Siedlungen der \u00e4lteren bis j\u00fcngeren Linearbandkeramik, aus der nachfolgenden \u00dcbergangszeit zur Stichbandkeramik sowie der M\u00fcnchsh\u00f6fener Kultur. Viele Fragen, wie beispielsweise die Datierung des Grabens oder das Alter und Geschlecht der M\u00fcnchsh\u00f6fener Bestattungen sind noch offen und werden in den n\u00e4chsten Wochen hoffentlich gel\u00fcftet werden. (Beitrag von M. Mietz, D. Hurka)<\/p>\n<p>Alle Fotos: B\u00fcro f\u00fcr Arch\u00e4ologie Neupert, Kozik &amp; Simm<\/p>\n<\/div>\n<ul>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/mauern\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2023\/04\/Abb1-Grabungsflaeche-scaled.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h3>Abbildung 1 &#8211; Drohnenaufnahme der Grabungsfl\u00e4che. Gut zu erkennen sind zwei linearbandkeramische Langh\u00e4user mit den begleitenden Gruben<\/h3>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/mauern\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2023\/04\/Abb2-Auswahl-linearbandkeramischer-Gefaessfragmente-scaled.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h3>Abbildung 2 &#8211; Auswahl linearbandkeramischer Gef\u00e4\u00dffragmente<\/h3>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/mauern\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2023\/04\/Abb3-retuschierte-Silexklinge-scaled.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h3>Abbildung 3 &#8211; retuschierte Silexklinge<\/h3>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/mauern\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2023\/04\/Abb4-Karamit-aus-Uebergangsphase-Bandkeramik-in-Stichbandkeramik.png\" alt=\"\"><\/p>\n<h3>Abbildung 4 &#8211; Keramik aus \u00dcbergangsphase Bandkeramik in Stichbandkeramik<\/h3>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/mauern\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2023\/04\/Abb5-Scherbenkonzentration-am-Boden-einer-Grube-scaled.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h3>Abbildung 5 &#8211; Scherbenkonzentration am Boden einer Grube<\/h3>\n<\/li>\n<li>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/mauern\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2023\/04\/Abb6-zwei-Bestattungensowie-ein-zerlegtes-Hasenskelett-und-zwei-Keramikgefaesse-scaled.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<h3>Abbildung 6 &#8211; zwei Bestattungen sowie ein zerlegtes Hasenskelett und zwei Keramikgef\u00e4\u00dfe auf der Sohle in einer m\u00fcnchsh\u00f6fenzeitlichen Vorratsgrube<\/h3>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Das Enghauser Kreuz<\/h2>\n<div>\n<p>Das Enghauser Kreuz gilt als das \u00e4lteste monumentale lebensgro\u00dfe Kruzifix und damit als \u00e4lteste monumentale Christusdarstellung \u00fcberhaupt. Es befindet sich in der Filialkirche in Enghausen, Gemeinde Mauern, Landkreis Freising.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Kunsthistorische Einordnung und Beschreibung<\/h3>\n<div>\n<p>Das Kreuz ist 2.32 Meter hoch und 1,78 Meter breit, das Korpus 1,88 Meter hoch und 1,75 Meter breit. Es stammt neueren Untersuchungen zufolge aus der Zeit zwischen 890 und 900 und k\u00f6nnte im Zusammenhang mit der Kaiserkr\u00f6nung Arnulfs von K\u00e4rnten 895 entstanden sein. Sein heutiger Standort in der Filialkirche &#8222;Auffindung des Kreuzes&#8220; in Enghausen st\u00fctzt die Theorie, dass das Kreuz urspr\u00fcnglich aus dem von Arnulf besonders gef\u00f6rderten ehemaligen Benediktinerkloster Moosburg stammt, zu dem Enghausen lange Zeit krichenrechtlich geh\u00f6rte.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Darstellung des Gekreuzigten<\/h3>\n<div>Christus, mit vier N\u00e4geln ans Kreuz geschlagen, wird als &#8222;der g\u00f6ttliche Mensch, der in seiner W\u00fcrde und hoheitsvollen Gr\u00f6\u00dfe als Erl\u00f6ser und \u00dcberwinder von Tod und Leid&#8220; dargestellt. Damit entspricht das Kreuz der in der karolingischen Zeit \u00fcblichen Christusdarstellung und hebt sich von der Romanik, die Christus bevorzugt als K\u00f6nig darstellte, und sp\u00e4teren Kunstepochen, die Christus als Leidenden betonen, ab. Auch die Haartracht Christi und das Fehlen einer Dornen- oder K\u00f6nigskrone weist auf die karolingische Kunstepoche hin.<\/div>\n<h3>Heutiger Zustand<\/h3>\n<div>\n<p>Das Enghauser Kreuz wurde von 2004 bis 2006 umfassend restauriert, da die Fassung instabil und das Kreuz allgemein sehr verunreinigt war. Die Restaurierung brachte auch das genaue Alter des Engheuser Kreuzes ans Licht. Vorher hatte man das Kreuz etwa 300 Jahre j\u00fcnger in die Romanik datiert.<br \/>Nach der abgeschlossenen Restaurierung wurde das Kreuz wieder in die Filialkirche &#8222;Auffindung des Kreuzes&#8220; in Enghausen, das zur Pfarrei St. Johannes Baptist Priel geh\u00f6rt, gebracht. W\u00e4hrend des Besuches Papst Benedikts XVI. schm\u00fcckte das Enghauser Kreuz am 10. September 2006 beim Gottesdienst in Riem die R\u00fcckwand \u00fcber der Kathedra des Papstes.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<div>\n<p>Hahn, Sylvia: Kreuz und Kruzifix. Zeichen und Bild. Anl\u00e4sslich der Ausstellung &#8222;Kreuz und Kruzifix. Zeichen und Bild&#8220; im Di\u00f6zesanmuseum Freising, 20. Februar bis 3. Oktober 2005, Lindberg im Allg\u00e4u 2005. 375 S., ISBN 3-89870-217-0<\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\n<!-- {\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"padding\":\"small\",\"padding_remove_bottom\":true,\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"middle\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\",\"width_medium\":\"1-1\"},\"children\":[{\"type\":\"breadcrumbs\",\"props\":{\"show_current\":true,\"show_home\":true}}]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"middle\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Geschichte\",\"title_element\":\"h1\",\"title_style\":\"heading-small\"}},{\"type\":\"subnav\",\"props\":{\"subnav_style\":\"pill\"},\"children\":[{\"type\":\"subnav_item\",\"props\":{\"content\":\"Mauern stellt sich vor\",\"link\":\"#mauern\"}},{\"type\":\"subnav_item\",\"props\":{\"content\":\"Das Enghauser Kreuz\",\"link\":\"#kreuz\"}}]}]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"id\":\"mauern\",\"image_position\":\"center-center\",\"style\":\"default\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"vertical_align\":\"middle\",\"width\":\"default\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Mauern stellt sich vor\",\"title_color\":\"primary\",\"title_element\":\"h2\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Der Name unserer heutigen Gemeinde ist im Jahre 899 erstmals urkundlich erw\\u00e4hnt. 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Sofern keine Zerst\\u00f6rung z.B. durch Bauvorhaben droht sind sie hier bestm\\u00f6glich gesch\\u00fctzt. Nach ausf\\u00fchrlichen Beratungen und mangels anderer L\\u00f6sungen (aufgrund der hohen Denkmaldichte im gesamten Gemeindegebiet) blieb keine andere M\\u00f6glichkeit als die zu erwartenden Bodendenkm\\u00e4ler vor dem Baubeginn und der damit einhergehenden Zerst\\u00f6rung durch eine arch\\u00e4ologische Ausgrabung zu dokumentieren und zu bergen.<\\\/p>\\n\n\n<p><br \\\/>Diese Untersuchungen begannen im Herbst vergangenen Jahres. Schon auf den ersten Metern konnten die Arch\\u00e4ologinnen und Arch\\u00e4ologen der Fachfirma B\\u00fcro f\\u00fcr Arch\\u00e4ologie Neupert, Kozik &amp; Simm und Grabungsleiter Manuel Mietz die Einsch\\u00e4tzung des Bayerischen Landesamtes f\\u00fcr Denkmalpflege und der Kreisarch\\u00e4ologie best\\u00e4tigen: nach dem Abtrag des Oberbodens zeigten sich im anstehenden L\\u00f6sslehmboden zahlreiche dunkle Verf\\u00e4rbungen. Das geschulte Auge konnte hier sofort verschiedene arch\\u00e4ologische Befunde ausmachen.<\\\/p>\\n\n\n<p><\\\/p>\\n\n\n<p>Unter einem arch\\u00e4ologischen Befund versteht man eine vom Menschen in den gewachsenen Boden eingebrachte Struktur. Das k\\u00f6nnen schmalere Pfostengruben eines Hauses sein, aber auch Siedlungs-, Vorrats- oder Abfallgruben. Gruben zur Lehmentnahme, Gr\\u00e4ben, W\\u00e4lle, Mauern, Stra\\u00dfen oder nat\\u00fcrlich auch Grabgruben f\\u00fcr die Beisetzung von Verstorbenen. Zusammen mit den darin enthaltenen Funden geben Sie anhand ihrer typischen Form wichtige Anhaltspunkte f\\u00fcr die Datierung. Diese Befunde sind die wichtigste Quelle der Arch\\u00e4ologie, da sich diese Wissenschaft vorwiegend in Zeiten ohne schriftliche \\u00dcberlieferung bewegt.<\\\/p>\\n\n\n<p><\\\/p>\\n\n\n<p><u>Jungsteinzeitliche Siedlungen<br \\\/><\\\/u>Auf der gesamten Grabungsfl\\u00e4che sind bisher \\u00fcber 800 Befunde dokumentiert worden. 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Ein nordwest-s\\u00fcdost verlaufender Graben k\\u00f6nnte ebenfalls in diese Zeit datieren (Abb. 4 und 5).<\\\/p>\\n\n\n<p><\\\/p>\\n\n\n<p><u>Skelette in der Vorratsgrube<\\\/u> <br \\\/>Eine unscheinbare, beutelf\\u00f6rmige Vorratsgrube barg einen der bisher spannendsten Befunde der Ausgrabung. Als die Arch\\u00e4ologinnen und Arch\\u00e4ologen die Sohle der Grube schon fast erreicht hatten, stie\\u00dfen sie \\u00fcberraschend auf menschliche Knochen. Zum Vorschein kamen die \\u00dcberreste zweier menschlicher Individuen, welche wohl nach der Aufgabe der Vorratsgrube in diese geworfen oder darin beigesetzt wurden (Abb.6.).<\\\/p>\\n\n\n<p><\\\/p>\\n\n\n<p>W\\u00e4hrend ein Skelett auf der rechten Seite, ganz am Rand der Grube lag wurde der zweite Verstorbene als extremer Hocker, evtl. sogar gebunden, auf dem R\\u00fccken in die Grube gelegt. Die gerade laufende anthropologische Untersuchung soll weitere Aussagen zu Geschlecht, Alter oder Krankheiten geben. Neben den Skeletten bargen die Arch\\u00e4ologinnen und Arch\\u00e4ologen zudem Teile eines zerlegten Hasenskelettes sowie zweier typischer Gef\\u00e4\\u00dfe der M\\u00fcnchsh\\u00f6fener Kultur. Es handelt sich damit um eine m\\u00fcnchsh\\u00f6fenzeitliche Siedlungsbestattung.<\\\/p>\\n\n\n<p><\\\/p>\\n\n\n<p>Beisetzungen im Siedlungsbereich sind aus fast allen vorgeschichtlichen Zeiten bekannt und gelten oft als Sonderbestattung, die von regul\\u00e4ren Bestattungssitten abweicht. In der M\\u00fcnchsh\\u00f6fener Kultur scheint es aber eine andersartige Bestattungskultur vorzuherrschen, bei der neben einzelnen Grabgruben in Siedlungsn\\u00e4he auch Beisetzungen in Siedlungsgruben zum regul\\u00e4ren Bestattungsbrauch geh\\u00f6rten k\\u00f6nnten. Auch aus anderen M\\u00fcnchsh\\u00f6fener Siedlungen im Landkreis \\u2013 aus Wang, Murr und auch aus dem Wollersdorfer Feld I \\u2013\\u00a0 sind \\u00e4hnliche Befunde bekannt.<br \\\/><br \\\/><\\\/p>\\n\n\n<p><u>Zusammenfassung und Ausblick<br \\\/><\\\/u>Die Ausgrabungen in Mauern, Wollersdorfer Feld II haben bislang eine F\\u00fclle an spannenden Befunden und Funden geliefert. Darunter Teile verschiedener Siedlungen der \\u00e4lteren bis j\\u00fcngeren Linearbandkeramik, aus der nachfolgenden \\u00dcbergangszeit zur Stichbandkeramik sowie der M\\u00fcnchsh\\u00f6fener Kultur. Viele Fragen, wie beispielsweise die Datierung des Grabens oder das Alter und Geschlecht der M\\u00fcnchsh\\u00f6fener Bestattungen sind noch offen und werden in den n\\u00e4chsten Wochen hoffentlich gel\\u00fcftet werden. (Beitrag von M. Mietz, D. Hurka)<\\\/p>\\n\n\n<p>Alle Fotos: B\\u00fcro f\\u00fcr Arch\\u00e4ologie Neupert, Kozik &amp; Simm<\\\/p>\",\"margin\":\"default\"}},{\"type\":\"grid\",\"props\":{\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"filter_align\":\"left\",\"filter_all\":true,\"filter_grid_breakpoint\":\"m\",\"filter_grid_width\":\"auto\",\"filter_position\":\"top\",\"filter_style\":\"tab\",\"grid_default\":\"1\",\"grid_medium\":\"3\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"item_animation\":true,\"link_style\":\"default\",\"link_text\":\"Read more\",\"margin\":\"default\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"meta_style\":\"text-meta\",\"show_content\":true,\"show_image\":true,\"show_link\":true,\"show_meta\":true,\"show_title\":true,\"title_align\":\"top\",\"title_element\":\"h3\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_style\":\"h5\"},\"children\":[{\"type\":\"grid_item\",\"props\":{\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/2\\\/2023\\\/04\\\/Abb1-Grabungsflaeche-scaled.jpg\",\"title\":\"Abbildung 1 - Drohnenaufnahme der Grabungsfl\\u00e4che. 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Es befindet sich in der Filialkirche in Enghausen, Gemeinde Mauern, Landkreis Freising.<\\\/p>\",\"margin\":\"default\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Kunsthistorische Einordnung und Beschreibung\",\"title_color\":\"primary\",\"title_element\":\"h3\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Das Kreuz ist 2.32 Meter hoch und 1,78 Meter breit, das Korpus 1,88 Meter hoch und 1,75 Meter breit. Es stammt neueren Untersuchungen zufolge aus der Zeit zwischen 890 und 900 und k\\u00f6nnte im Zusammenhang mit der Kaiserkr\\u00f6nung Arnulfs von K\\u00e4rnten 895 entstanden sein. Sein heutiger Standort in der Filialkirche \\\"Auffindung des Kreuzes\\\" in Enghausen st\\u00fctzt die Theorie, dass das Kreuz urspr\\u00fcnglich aus dem von Arnulf besonders gef\\u00f6rderten ehemaligen Benediktinerkloster Moosburg stammt, zu dem Enghausen lange Zeit krichenrechtlich geh\\u00f6rte.<\\\/p>\",\"margin\":\"default\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Darstellung des Gekreuzigten\",\"title_color\":\"primary\",\"title_element\":\"h3\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"Christus, mit vier N\\u00e4geln ans Kreuz geschlagen, wird als \\\"der g\\u00f6ttliche Mensch, der in seiner W\\u00fcrde und hoheitsvollen Gr\\u00f6\\u00dfe als Erl\\u00f6ser und \\u00dcberwinder von Tod und Leid\\\" dargestellt. Damit entspricht das Kreuz der in der karolingischen Zeit \\u00fcblichen Christusdarstellung und hebt sich von der Romanik, die Christus bevorzugt als K\\u00f6nig darstellte, und sp\\u00e4teren Kunstepochen, die Christus als Leidenden betonen, ab. Auch die Haartracht Christi und das Fehlen einer Dornen- oder K\\u00f6nigskrone weist auf die karolingische Kunstepoche hin.\",\"margin\":\"default\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Heutiger Zustand\",\"title_color\":\"primary\",\"title_element\":\"h3\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Das Enghauser Kreuz wurde von 2004 bis 2006 umfassend restauriert, da die Fassung instabil und das Kreuz allgemein sehr verunreinigt war. Die Restaurierung brachte auch das genaue Alter des Engheuser Kreuzes ans Licht. Vorher hatte man das Kreuz etwa 300 Jahre j\\u00fcnger in die Romanik datiert.<br \\\/>Nach der abgeschlossenen Restaurierung wurde das Kreuz wieder in die Filialkirche \\\"Auffindung des Kreuzes\\\" in Enghausen, das zur Pfarrei St. Johannes Baptist Priel geh\\u00f6rt, gebracht. W\\u00e4hrend des Besuches Papst Benedikts XVI. schm\\u00fcckte das Enghauser Kreuz am 10. September 2006 beim Gottesdienst in Riem die R\\u00fcckwand \\u00fcber der Kathedra des Papstes.<\\\/p>\",\"margin\":\"default\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"position_sticky_breakpoint\":\"m\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"content\":\"Literatur\",\"title_color\":\"primary\",\"title_element\":\"h3\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Hahn, Sylvia: Kreuz und Kruzifix. Zeichen und Bild. Anl\\u00e4sslich der Ausstellung \\\"Kreuz und Kruzifix. Zeichen und Bild\\\" im Di\\u00f6zesanmuseum Freising, 20. Februar bis 3. Oktober 2005, Lindberg im Allg\\u00e4u 2005. 375 S., ISBN 3-89870-217-0<\\\/p>\",\"margin\":\"default\"}}]}]}],\"name\":\"Das Enghauser Kreuz\"}],\"type\":\"layout\",\"version\":\"3.0.30\"} --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte Mauern stellt sich vor Das Enghauser Kreuz Mauern stellt sich vor Der Name unserer heutigen Gemeinde ist im Jahre 899 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. In dem B\u00fcchlein &#8222;Dorfgeschichte von Mauern&#8220;, recherchiert und geschrieben von Franz Hagl, ist in Mauern allerdings schon im Jahre 740 von einer Kirche mit Priesterwohnung in Mauern die Rede. 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